MEDITATION IN MÜNCHEN

Zentrum für modernen Buddhismus

ÜMA Newsletter Februar 2016

Liebe ÜMA Freunde!

Wir hoffen, ihr seid alle gut ins Neue Jahr gerutscht und eure Wünsche brennen darauf, erfüllt zu werden. An uns soll’s nicht liegen, wir helfen gern mit Rat & Tat.

Kadampa KalenderDer erste Rat ist: Kauft euch den Kadampa Diary 2016, wie es unsere Mäuse gemacht haben. Damit kann man das Jahr am besten planen. Da steht alles drin, was ein Kadampaherz begehrt. Oder wartet noch ein paar Tage auf die Broschüre Kadampa Buddhismus weltweit, in der fast 50 (!!!) Festivals & Dharmafeiern, die in diesem Jahr auf der ganzen Welt stattfinden, enthalten sind.

Üma Ermächtigung 15Der zweite Rat ist: Lest diesen Newsletter noch aufmerksamer als sonst. Wir machen es euch leicht mit eurer Ferienplanung. Viel Glück. Und wer nicht so viel Freizeit hat oder ein Cushion Potato ist, der bewegt sich nur ein bisschen – und kommt ins Üma.

Wir freuen uns auf Euren Besuch.
Euer ÜMA Team


 

FESTIVALS & DHARMAFEIERN 2016

Geshe-la lachtUnser Lehrer, der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche, bekannter zeitgenössischer buddhistischer Meditationsmeister und Halter der mündlichen Ganden Überlieferungslinie des Mahamudra, hat der Einführung des modernen Buddhismus in unsere westliche Gesellschaft den Weg bereitet.

Alle Festivals, Dharmafeiern, Kurse, Studienprogramme, Lehrer, Weltfriedenstempel, Meditationszentren, Schulen, Weltfriedenscafes und die Bücher des Kadampa Buddhismus sind Geschenke dieses hochherzigen, gütigen Wesens an uns alle. Wie der Ehrwürdige Geshe-la sagt: „Allen, sogar Nichtbuddhisten, kann der Kadam Dharma helfen.“

SECHS AUSGEWÄHLTE HIGHLIGHTS FÜR DEN FERIENKALENDER DER KADAMPAS …

Festival 2016 DDF 2Deutsche Dharmafeier im IRC Tharpaland (Berlin)
22. – 25. April
Buddha Shakyamuni Ermächtigung & Unterweisungen zur Kadampa Lebensweise mit Gen Kelsang Ananda

 


Frühlingsfestival 2016

Internationales Frühlingsfestival im Manjushri KMC England
27. Mai – 1. Juni
Dorje Shugdän Ermächtigung & Kommentar zur Praxis
mit Gen-la Kelsang Dekyong


Sommerfestival 2016

Internationales Sommerfestival im Manjushri KMC England
22. Juli – 6. August
Die mündlichen Anleitungen des Mahamudra – Die Essenz der Sutra und Tantra Lehren Buddhas
mit Gen-la Kelsang Dekyong und Gen-la Kelsang Khyenrab


Festival DF 2Festival 2016 Kailash 2

Schweiz-Österreich-Italien Festival im IRC Kailash
9. – 11. September
Grüne Tara Ermächtigung & Eröffnung des Tempels (!!!)
mit Gen-la Kelsang Dekyong


 

HerbstfestivalHerbstfestival 2Internationales Herbstfestival in Toronto, KMC Kanada
7. – 13. Oktober
Höchste Yoga Tantra Ermächtigungen des Heruka Körpermandalas und Vajrayogini & Kommentar zur Praxis
mit Gen-la Kelsang Khyenrab


Festival DF 2Deutsches Festival im IRC Tharpaland (Berlin)
25. – 29. November
Grüne Tara Ermächtigung & Unterweisungen über Vertrauen
mit Gen-la Kelsang Dekyong

 


 

… UND HIER DAS ÜMA PROGRAMM IM FEBRUAR
Buddha welcome

Wochenendretreat: Vertrauen und Zuflucht
27. – 28. Februar
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

Buddha1Vertrauen öffnet für uns das Tor zu den Erfahrungen Buddhas. Mit Vertrauen setzen wir Buddhas Lehren um, erhalten Buddhas Inspiration und nehmen die Hilfe von spirituellen Freunden an. So errichten wir in unserem Geist einen inneren Schutz und legen die Grundlage für alle Verwirklichungen auf unserem Weg.

Jeder ist herzlich eingeladen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zeitplan an beiden Tagen
09:30 Uhr Anmeldung
10:00 – 11:15 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
11:15 – 11:45 Uhr Pause
11:45 – 13:00 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen

Samstag:
13:00 – 15:00 Uhr Mittagspause
15:00 – 16:15 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen

Sonntag:
13:00 – 14:00 Uhr Mittagspause
14:00 – 15:15 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen

Kosten
ein Tag 25 €
beide Tage 35 €
mit ZK Plus frei

Anmeldung
unter www.meditation-in-muenchen.de


PROGRAMM AM MONTAG & SAMSTAG

wie wir den Geist verstehen_coverGrundlagenstudium
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

Dieses Buch bietet tiefe Einsichten in unseren Geist. Es zeigt, wie wir unser Verständnis der Natur und Funktion unseres Geistes in unserem Alltag umsetzen und damit unser Leben verwandeln können.

01.02. 19:00 Uhr
08.02. 19:00 Uhr
15.02. 19:00 Uhr
20.02. 10:00 Uhr – 15:00 Uhr
22.02. 19:00 Uhr
29.02. 19:00 Uhr

Jeder ist willkommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Man muss weder Buddhist noch meditationserfahren sein. Es reicht, Interesse und Freude an Buddhismus und Meditation zu haben und sich ein lebensnahes Studium zu wünschen. Dann seid ihr hier genau richtig!

Infos unter http://meditation-in-muenchen.de/studium/grundlagenprogramm/


 

PROGRAMM AM DIENSTAG

Meditationen zur Entspannung
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

WasserMeditieren lernen – inneren Frieden entdecken
18:15 bis 19:00 Uhr
5 €
mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

02.02. Reines Licht
09.02. Inspiration
16.02. Inspiration
23.02. Lichtkörper

Wir machen uns an diesen Abenden anhand von einfachen, aber kraftvollen Meditationen, wie zum Beispiel Atemmeditation, mit Meditation im Allgemeinen vertraut. Nach einer kurzen Einführung setzen wir das Gehört in einer angeleiteten Meditation um. Wir kommen zur Ruhe, machen kleine Erfahrungen und können danach Fragen klären.


Vorträge mit angeleiteter Meditation
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

Brücke 3Freudvoller Weg
19:30 – 21 Uhr
8 €
mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

Die Vorträge folgen dem Buch des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche Freudvoller Weg. Es besteht deshalb die Möglichkeit, das Thema im Buch nachzulesen und daheim zu vertiefen.

Jeder Abend ist in sich abgeschlossen und besteht aus:

• einer geleiteten Atemmeditation 15 min
• dem Vortrag
• einer geleiteten Meditation über das Thema 20 min
• Fragen und Antworten

02.02. Meditation über Vergänglichkeit
09.02. Meditation über Vertrauen
16.02. Meditation über Karma
23.02. Die Vier Edlen Wahrheiten I

Vorbeikommen
Ohne Anmeldung, einfach vorbeikommen!


 

PROGRAMM AM MITTWOCH

Mittagsmeditation
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

MeditationMeditieren lernen. Inneren Frieden entdecken.
12:00 – 12:45 Uhr
5 €
mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

In der Meditation entdecken wir unser Potential für inneren Frieden. Wir erleben, wie wir unser Leben mit Freude erfüllen und alltägliche Probleme lösen können. Schritt für Schritt machen wir uns mit der Kunst der Meditation anhand von einfachen aber kraftvollen Meditationen vertraut.

Im Laufe eines Halbjahres lernen wir:

+ drei Atemmeditationen
+ drei Meditationen über unseren Geist
+ drei Meditationen über Liebe und Mitgefühl

Nach einer kurzen Einführung besteht die Möglichkeit das Erlernte in einer angeleiteten Meditation umzusetzen, zur Ruhe zu kommen, kleine Erfahrungen zu machen und Fragen zu klären. Die Veranstaltungen sind für jeden geeignet.

03.02. Reines Licht
10.02. Inspiration
17.02. Inspiration
24.02. Lichtkörper

Vorbeikommen

Ohne Anmeldung, einfach vorbeikommen!


Kompaktkurse am Abend
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

Meditation1.Kompaktkurs: Innere Ruhe durch Konzentration

Mittwoch 03.02. Teil II
jeweils von 19:00 – 21:15 Uhr

Am ersten Abend lernen wir die Methoden kennen, mit denen wir Konzentration und innere Ruhe in uns fördern können. Danach können wir eine Woche lang das Erlernte im Alltag anwenden. Am zweiten Abend klären wir Hindernisse, die vielleicht bei der Übung aufgetreten sind, und vertiefen unser Verständnis dieser Methoden. So kann dieser Kurs ein optimaler Einstieg in eine lebendige Meditationspraxis sein.

Zeitplan
18:30 Uhr Beginn Anmeldung
19:00-20:00 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
20:00-20:15 Uhr Teepause
20:15-21:15 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen

Kosten
30 € für beide Abende
mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

Anmeldung
unter www.meditation-in-muenchen.de


Liebe 22. Kompaktkurs: Selbstvertrauen durch Meditation

Mittwoch 17.02. Teil I
Mittwoch 24.02. Teil II
jeweils von 19:00 – 21:15 Uhr

Am ersten Abend lernen wir die Grundlagen der Meditation kennen, insbesondere wie wir durch Meditation ein tiefes positives Selbstvertrauen entwickeln. Wir brauchen Selbstvertrauen, um unserem Leben eine positive Wendung geben zu könnenn. Danach können wir eine Woche lang das Erlernte im Alltag anwenden. Am zweiten Abend klären wir Hindernisse, die vielleicht bei der Übung aufgetreten sind, und vertiefen unser Verständnis von Buddhismus und Meditation. So kann dieser Kurs ein optimaler Einstieg in eine lebendige Meditationspraxis sein.

Zeitplan
18:30 Uhr Beginn Anmeldung
19:00-20:00 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
20:00-20:15 Uhr Teepause
20:15-21:15 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen

Kosten
30 € für beide Abende
mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

Anmeldung
unter www.meditation-in-muenchen.de


PROGRAMM AM DONNERSTAG

MeditationMeditationen für ein glückliches Leben
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

Lamrim Meditationen kennenlernen
18:15 – 19 Uhr
5 €
mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

In der Meditation entdecken wir unser Potenzial für inneren Frieden. Wir erleben, wie wir unser Leben mit Freude erfüllen und Probleme des Alltags lösen können. Schritt für Schritt machen wir uns mithilfe der kraftvollen Meditationen des Lamrim mit der Kunst der Meditation vertraut, wie zum Beispiel mit Meditationen über Liebe und Mitgefühl.

Im Laufe eines Halbjahres lernen wir 21 Meditationen des Lamrim (Stufenweg zur Erleuchtung). Grundlage ist Das neue Meditationshandbuch des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche.

Die Meditationen folgen den Themen der Veranstaltung „Vortrag und Meditation“ am Dienstag. Der Abend kann also als Vertiefung des Themas vom Dienstag oder als unkompliziertes „Reinschnuppern“ in die Meditation genutzt werden.

04.02. – 11.02. – 18.02. – 25.02.

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SteineOffener Meditationsabend
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

Meditieren lernen – Inneren Frieden entdecken
19:30 – 20:45 Uhr
7 €
mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

In der Meditation entdecken wir unser Potenzial für inneren Frieden. Wir erleben, wie wir unser Leben mit Freude erfüllen und alltägliche Probleme lösen können. Schritt für Schritt machen wir uns anhand von einfachen aber kraftvollen Meditationen mit der Kunst der Meditation vertraut.
Im Laufe eines Halbjahres lernen wir:

+ drei Atemmeditationen
+ drei Meditationen über unseren Geist
+ drei Meditationen über Liebe und Mitgefühl

In jeder Sitzung machen wir uns zu Beginn mit Atemmeditation vertraut. Nach einer ausführlichen Einführung in die Hauptmeditation des Abends besteht die Möglichkeit, das Erlernte in einer angeleiteten Meditation umzusetzen, zur Ruhe zu kommen, kleine Erfahrungen zu machen und Fragen zu klären.

04.02. Reines Licht
11.02. Inspiration
18.02. Inspiration
25.02. Lichtkörper

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Ohne Anmeldung, einfach vorbeikommen!


PROGRAMM AM SAMSTAG

Samstagskurs
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

Meditation - RetreatDie Kraft von Gebeten
13. Februar
14:00 – 17:00 Uhr

In diesem Kurs machen wir uns mit der Kraft von Gebeten vertraut. Gebete sind reine Wünsche, die uns zu innerem Frieden und Glück für uns und andere führen. Gebete sind ein essenzieller Teil unserer Meditationspraxis. Wir können sie im Alltag und auf dem Meditationskissen üben. Buddhas Lehren geben uns klare und kraftvolle Ratschläge an die Hand, um inmitten dieser hektischen Welt in unserem Herzen eine Oase des Friedens zu entdecken.

Jeder ist herzlich eingeladen an diesem Kurs teilzunehmen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zeitplan
13:30 Uhr Anmeldung
14:00 – 17:00 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
(einschließlich 30 min Pause)

Kosten
15 €
mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

Anmeldung
unter www.meditation-in-muenchen.de


PROGRAMM AM SONNTAG – KOMPAKTKURSE

Meditation1. Kompaktkurs: Klarheit und Stille am 07.02.
mit Oliver Greger

14:30 – 18:30 Uhr
30 €
mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

In diesem Kurs lernen wir, über unseren eigenen Geist zu meditieren. Diese sanften und geschickten Methoden, unseren Geist zu schulen, geben uns ganz neue Mittel an die Hand, um mit schwierigen Emotionen umzugehen und führen uns schnelle zu einer Erfahrung inneren Friedens.

Die Grundlage für diesen Kurs ist das Buch des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche Mahamudra Tantra.

Zeitplan
14:15 – 14:30 Uhr Anmeldung
14:30 – 15:30 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
15:30 – 16:00 Uhr Pause mit Tee und Gebäck
16:00 – 17:00 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
17:00 – 17:30 Uhr Pause mit Tee und Gebäck
17:30 – 18:30 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen

Anmeldung
unter www.meditation-in-muenchen.de


Meditation2. Kompaktkurs: Meditieren lernen am 21.02.
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

14:30 – 18:30 Uhr
30 €
mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

An diesem Nachmittag lernen wir verschiedene einfache Meditationen kennen, die für jeden geeignet sind – für Buddhisten und Nichtbuddhisten. Es werden die wesentlichen Punkte von Meditation vermittelt, sodass jeder Teilnehmer zu Hause üben kann, wenn er mag. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Jeder ist herzlich eingeladen an diesem Kurs teilzunehmen.

Zeitplan
14:15 – 14:30 Uhr Anmeldung
14:30 – 15:30 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
15:30 – 16:00 Uhr Pause mit Tee und Gebäck
16:00 – 17:00 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
17:00 – 17:30 Uhr Pause mit Tee und Gebäck
17:30 – 18:30 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen

Anmeldung
unter www.meditation-in-muenchen.de


PUJAS – GESUNGENE GEBETE – GESAMTÜBERSICHT

ÜmaDie Teilnahme an Gruppengebeten, den Pujas, sind kraftvolle Methoden, um Buddhas Segnungen, Inspiration und Schutz zu erhalten. Jeder ist herzlich eingeladen teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

01.02. 18:00 Herzjuwel
08.02. 18:00 Befreiung von Leid (Tara)
10.02. 19:00 Darbringung an den spirituellen Meister
15.02. 18:00 Herzjuwel
22.02. 18:00 Herzjuwel
29.02. 17:00 Wunscherfüllendes Juwel mit Tsog

Vorbeikommen
Ohne Anmeldung, einfach vorbeikommen!


Aus dem Leben der Kadampas

DAS SCHWEIGEN IM (Sommers) WALDE

Mit einiger Verspätung – an dieser Stelle „Dank“ an das ÜMA Newsletter Team für seine Geduld – möchte ich meine Empfindungen während des zweiwöchigen Arbeitsretreats im November 2015 in Tharpaland beschreiben.

Schon während der Fahrt vom Flughafen Tegel nach Sommerswalde bekam ich diverse Verhaltensregeln mitgeteilt, denn schließlich ich platzte mitten in ein vierwöchiges Schweigeretreat hinein.
Auch die Ankunft war etwas ungewöhnlich. Wir schlichen leise durch den Haupteingang ins Schloss, denn der Zugang durchs Café wurde in dieser Zeit nicht benutzt. Zum Glück war die Haus-Belegschaft im hinteren Büro gerade beim Abendessen versammelt, das war der einzige Ort wo ein Kommunizieren möglich war. Dann ging‘s runter in die Küche, wo ich von Susanne (die davor ein halbes Jahr die „Sommerswalder“ bestens bekocht hatte) eine kurze Crash-Info bekam.

Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch sah ich mir das ungewohnte Equipment an:
• Die riesigen Töpfe und Formen
• Der ungewohnte Gasherd
• Der Stabmixer so groß wie ein Presslufthammer
• Der Reiskocher so groß wie ein Waschzuber

„Damit soll ich nun für mehr als 40 Personen mittags und abends pünktlich ein Essen zaubern und zu jeder Mahlzeit noch eine Suppe!? Huch, da hast du dich aber auf was eingelassen!“ dachte ich. Im Kochen habe ich ja zum Glück einige Erfahrung – aber in dieser Größenordnung?!

Zu meiner Freude wurde ich von Drime bestens unterstützt und in die Abläufe eingewiesen. Der gut sortierte Lagerraum und das große Kühlhaus erforderten ein wenig Zeit, um alles zu überblicken und eine Logistik zu entwickeln:

• Was koch ich heute? Was koch ich morgen?
• Was ist im Kühlhaus vorhanden? Welche Reste müssen verwertet werden?
• Was muss bestellt werden? Wann kommt der Gemüselieferant und so weiter …
Großes Erstaunen und Bewunderung verdiente der disziplinierte und reibungslose Ablauf des „Schnippel-Teams“ jeden Vormittag, und natürlich auch alle anderen Abläufe im ganzen Haus. Die Leute arbeiteten wie die Heinzelmännchen, während ihrer Anwesenheit musste in der Küche
natürlich auch geschwiegen werden, dann räumten sie die Arbeitsplätze auf und verschwanden lautlos wie Feen.

Trotzdem blieb der Humor nicht auf der Strecke und ich denke gerne an diverse Anekdoten mit der lieben Drime: Als ich sie zum Beispiel bat die Suppe zu probieren und ihre Meinung kundzutun, ob es den Leuten so schmecken würde, da sagte sie einmal: „Und wenn nicht – die können sich ohnehin nicht
beschweren, weil sie nicht reden dürfen“. Da habe ich beinahe einen Lachanfall bekommen.
Zum Glück hat alles viel besser geklappt als ich gedacht hatte. Die Bitte an die Buddhas um Segnungen und Geshe-las schützende Hand über uns alle hat seine Wirkung getan! Zugegeben, anfangs hatte ich meine Zweifel, wie ich mit dem „Schweigen“ klar kommen würde. Es braucht etwas Gewöhnung, um mit gesenktem Kopf an den Menschen vorbei zu huschen, ohne ein freundliches „Guten Morgen“ oder ein höfliches „Bitte“ und „Danke“. Doch nach kurzer Zeit war alles im Geist verankert und im Nachhinein weiß ich, meine Bedenken
war nur ein Mangel an Erfahrung!
In der Freizeit die prächtige Natur rund ums Schloss im schönsten Herbstkleid zu genießen und sich dabei ausschließlich mit dem eigenen Geist zu beschäftigen, hatte seine ganz eigene Qualität von Praxis.

Als das „Schweigen“ zum Schluss für die Teilnehmer zu Ende ging, da spürte ich eine unglaubliche Welle an Herzenswärme und Dankbarkeit. Als die „Schnippler“ in die Küche kamen und mich anstrahlten, da ging förmlich die Sonne auf! Ich war richtig glücklich über meine Chance, für eine so sinnvolle Sache mein „Bestes“ geben zu können.
Else


 

Aus Chemnitz hat uns ein ganz besonders netter Neujahrsgruß erreicht, den wollen wir euch nicht vorenthalten:

Danke und bitte weiter so!*

Liebes Üma, liebe Sangha,

ich möchte mich bei Euch für die Begleitung und Unterstützung in diesem Jahr bedanken. Ihr, der Newsletter, Eure Gedanken, die Ihr mit uns teilt und auch Euer vielfältiges Vorbild helfen mir persönlich sehr bei meiner Praxis, helfen mir immer wieder raus aus meiner „Nicht-Praxis“ und sind mir wichtige Inspiration.

Ich hoffe, irgendwann in der näheren Zukunft gelingt es uns auch, in Chemnitz die Ursachen und Voraussetzungen für ein Zentrum zu schaffen, das den Menschen so viel Zuhause und Inspiration bietet wie das Üma den Münchnern.

Danke Euch allen! Und viel Glück im und für das nächste Jahr für jeden von Euch und jeden, an den Ihr denkt. Ich freu mich auf Eure Newsletter und die Zeit mit jedem von Euch auf den Festivals.

Mit ganz, ganz herzlichem Gruß,

Sabine aus Chemnitz

*machen wir, versprochen!


 

Unsere ÜMA Mäuse

Ferienplanung – gewusst wie!

Maus    Maus     Maus

Ja, was ist denn heute im Üma los? Da rauchen Mäuseköpfe. Unsere Drei sitzen mit dem Kadampa Diary bewaffnet vor ihren Laptops und grübeln. Die Bäckchen sind gerötet. Die Augen blitzen. Sie haben die Qual der Wahl. Was für ein Angebot. Siebenundvierzig Festivals und Dharmafeiern weltweit haben sie gezählt, die Anschlussretreats noch gar nicht mitgerechnet.

Sie sortieren also erst einmal aus. Sechs Festivals bleiben übrig, an denen hängt ihr Herz. Doch alle können sie nicht mitmachen, das ist klar. Da fehlt es an Geld und an Zeit, nicht am Wunsch!

Deshalb überlegen sie schon eine Weile hin & her. Sie wollen sich abstimmen und jede soll zu ihrem Recht kommen. Mindestens eine von ihnen muss auf jeden Fall bei jedem ihrer Lieblingsfestival dabei sein. Dann haben die Daheimgebliebenen auch etwas davon.

Erste Maus: Also, ich muss unbedingt zum Herbstfestival nach Toronto. Da war ich noch nie und würde für mein Leben gern (nebenbei) die Niagarafälle sehen.
Zweite und dritte Maus: Ich auch. Ich auch.
Also gut, das wird schon mal eingetragen. Zwei Tage vorher und nachher, um ein bisschen die Gegend anzuschauen.

Zweite Maus: Ich möchte unbedingt beide Wochen zum Sommerfestival nach England. Zum ersten Mal bekommen wir die mündlichen Anleitungen des Mahamudra. Das lasse ich mir nicht entgehen.
Erste und dritte Maus: Ich auch nicht. Ich auch nicht.
Also gut, alle drei auf nach England. Aber ohne Urlaub im Lake District. Einfach hin & gleich zurück.

Dritte Maus: Ich möchte unbedingt das Anschlussretreat in Menorca mit Gen Losang machen. Zehn Tage über Mahamudra meditieren. Fantastisch!
Erste Maus: Da muss ich passen. Ich ertrage die Hitze nicht.
Zweite Maus: Ich auch nicht. Aber du erzählst uns ALLES!!!

Nächster Punkt: Frühlingsfestival im Manjushri. Wer fährt hin? Zweite Maus: Ich auf jeden Fall. Ich habe zwar die Dorje Shugdän Ermächtigung im letzten Jahr zweimal bekommen – in Sommerswald und in Wien – aber ich muss trotzdem hin. Das ist immer ganz besonders kraftvoll.
Gut, das wäre auch geklärt.

Erste Maus: Also ins IRC Tharpaland zur Deutschen Dharmafeier mit Ananda und zum Deutschen Festival mit Gen-la Dekyong fahren wir ja sowieso. Bequemer als mit dem Üma Bus geht’s nicht und außerdem müssen wir sehen, wie weit die Tharpaländer mit dem Bau des Roten Rathauses und der Orangerie gekommen sind.
Alle nicken. Einverstanden.

War’s das? Allmählich verlieren sie etwas den Überblick. Jessas! Das IRC Kailash hätten sie fast übersehen. Die Tempeleröffnung! Also, das ist ein MUSS. Da müssen sie auf jeden Fall hin. Tempel & Tara. Schon eingetragen.

Es wird still. Sie prüfen. Sie rechnen. Sie grübeln. Ganz schön umfangreich, ihre spirituellen Ferien. Kopfschütteln. Stirnrunzeln. Sorgenfalten. Ich glaube, ich muss doch Prioritäten setzen, seufzt die erste Maus. Ich auch, ich auch, kommt es wie ein Echo zurück.

Aber so ist es immer. Das kennen sie schon vom letzten Jahr. Und dann hat doch alles geklappt. Reine Wünsche werden erfüllt. Warum das so ist? Das wissen nur die Buddhas.


Gras im Sonnenlicht

Launen eines Korbflechters

Der Pflug bereitet mir die Heimat
Er bricht die Erde auf
Sät die Saat
Und beheimatet mich immer wieder aufs Neue

Der Same fällt und sät sich selbst
Er ist sein eigener Gärtner
Ein Pflug der Buddhas

Sonne und Mond Wind und Regen begleiten ihn
Wie die Jahreszeiten stets aufeinander folgen
Ist der Same nicht mal Zeuge seines Selbst
Seine Entwerdung ist die Vollkommenheit
Er wird seines Selbst beraubt
Seine Erinnerung entrinnt
Entschwindet in eine neue Zeit

Die Saat entdeckt ihren eigenen Schoß
Die weite tiefe Erde ist ihr Himmelsraum
Sie gibt was sie hat
Und holt sich was sie braucht
Weder vergeht sie noch lebt sie ewig
Sie entwickelt sich stets zu einem neuen Übergang

Ihre Früchte sind immerwährend
Sie drückt Leben aus und Leben drückt sie heraus
Sie entwickelt sich ohne Geschichte
Ihre Herkunft stirbt ab und sie verewigt sich erneut
Sie gibt ohne zu verlieren
Sie opfert ohne Opfer zu sein
Sie wirkt ohne entdeckt zu werden

Verfehlt sie ihren Sinn so ist sie nie gewesen
Erfüllt sie sich sind keine Spuren hinterlassen
Kräfte und Gesetze sind am Werke
Ursachen und Bedingungen sind ihre zeitliche Heimat

Eine weiche Faust öffnet sich wie ein Schmetterling
Flügge ist er geworden und entkleidet sich seiner alten Zeit
Die Verwandlung bekehrt und befreundet sich mit neuem Schmerz
Jedes Hindernis ist ihr frisches Erbe
Endlos sind ihre Früchte

Ihre Verwandlungen wirken zerstörerisch
Das Geheimnis der Verwandlung ist nicht die Befreiung
Sondern eine Freude die nicht nachtrauern kann
Nur Wiederholtes wird betrauert

Die Saat wächst und gedeiht
Sie erholt sich fortwährend von dem was sie ist

Die Saat wirkt wie ein weites Fenster
Ohne Lichtung
Ohne Rückkehr

***

Wenn ihr mich so seht
Bin ich es wirklich der so sitzt ?
Was nach dem Nadelöhr von mir noch übrig bleiben wird
Wage ich nicht zu sein
Weder Glück noch Trauer beschreiben die Mischung die ich bin

Ich bin mit einem Riss gesegnet mit einem Spalt
Ein Leck so wie das unsichtbare kleine Loch
Eine Panne im Reifen
Dieser Riss soll und kann nicht zuheilen
Er reißt meine Geschichte auf
Die Öffnung ist heilsam und stets verletzbar
Sie bedarf keines Schutzes
Ist wie ein Dorn im eigenen Fleisch
Hält meine Augen weit auf
Und hindert mich in den Tiefschlaf zu versinken

Ursprünge Herkunft sind vergessen
Zu fremden Ländern geworden
Auf das Erlebte meiner Ahnen greife ich zurück
Vergebens und doch nicht ganz
Der Riss ist meine Vergangenheit und meine Gegenwart
Nirgendwo hinein werde ich geschleust
Der Riss ist wie ein Mund
Um des Lebens Willen nährt er seine Verletzbarkeit
Die Öffnung heilt indem sie weder zu- noch abnimmt
Sie bleibt ein Riss

Der Riss erinnert wie ein Fenster
An meine Ungeborgenheit
An meine Schutzlosigkeit
An mein Ausgesetztsein
An das Zermahlen- und Zertretenwerden
An meine Verletzlichkeit
Um mein Seelengewitter feiner zu erleben
Verletztsein kann zuweilen schwerer
Als manche unheilbare Krankheit wiegen

Das Umherwandern Umherirren
Wie ein richtungsloser Wind von einem Ort zum anderen
Die Welt ausgebrannt und ausgepresst
Ausgedörrte vom Winde verwehte Schalen
Um wieviel besser ist doch der Riss
Jugendlichen Herzens trotz tiefen Schmerzes

Der Riss birgt und schützt
Er beheimatet mich nicht mit Wort und Sprache
Er ist ein Zeichen ein Merkmal eine Spur
Der Ort wo Schüler und Meister eins werden

Der Sinn aller Sprachen ist die Wahrnehmung
Der Riss ist der Boden die Heimat und die Erde
Die dem Segel des Gewahrseins seinen freien Lauf lässt

Der Riss ist mein Bestimmungsort
Der Ort an dem ich mich erlebe und spüre
Meine Höhle mein verletzbares Herz mein Begleiter
Darin werde ich wachen und wachsen
Er wird sich weiten ohne sich zu schützen
Ein schwarzer zyklonartiger Sog
Wird mich in die verborgensten Schlupfwinkel hineinschleusen
Bis ich zu Raum und Luft werde

Der Raum sich selbst gebärend
Spannt sogleich ein fein durchsponnenes Gewebe
Als unsichtbares raumbesetztes Netz auf
Ich werde aufgefangen
Ich lande ohne zu fallen
Ich erwache ohne zu werden
Ich bin nicht ohne zu sein
Das Segel ist die Sprache des Windes
Beide sich selbst im ewigen Spiel überlassend einander vertrauend

Der Riss ist eine Kluft
Eine nie einschlafende gähnende Kluft ohne Brücke
Eine Verletzbarkeit die mich fest am dürren Baum zu Hause hält

***

Gras im Sonnenlicht


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