MEDITATION IN MÜNCHEN

Zentrum für modernen Buddhismus

ÜMA Newsletter Dezember 2015

Liebe ÜMA Freunde!

Die Tage werden noch dunkler und das Üma strahlt noch heller. Buntes Treiben auf den Christkindlmärkten und glückselige Stille im ÜMA. Kaufrausch in der Stadt und Zufriedenheit im ÜMA. Eisstockschießen-Vergnügen in klirrender Kälte und ruhiges Verweilen im ÜMA.
Weihnachtsmarkt 1  Buddha1
Weihnachten  Torma 1
Eisstock 15 Geshe-la

Unüberbrückbare Gegensätze? Im Gegenteil, lauter Gelegenheiten Dharma zu üben. Dharma in den Alltag bringen ist die Essenz des modernen Buddhismus.

Ihr glaubt nicht, dass das geht? Dann kommt und seht selbst. Wir freuen uns auf Euren Besuch.

Euer ÜMA Team


Powa Retreat
12. – 13. Dezember
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel
Avalokiteshvara

In diesem Retreat machen wir uns mit der tiefgründigen Meditationsübung der Bewusstseinsübertragung vertraut.

So können wir uns auf unseren eigenen Tod vorbereiten und andere während des Sterbens begleiten. Wir müssen wir den Tod nicht länger fürchten oder verleugnen.

Zeitplan an beiden Tagen

09:30 Uhr Anmeldung
10:00 – 11:15 Uhr Vortrag – Meditation – Fragen
11:15 – 11:45 Uhr Pause
11:45 – 13:00 Uhr Vortrag – Meditation – Fragen
13:00 – 14:00 Uhr Mittagspause
14:00 – 15:15 Uhr Vortrag- Meditation – Fragen

Kosten
pro Tag €25
beide Tage €35
mit ZK plus frei

Anmeldung
unter www.meditation-in-muenchen.de


Kompaktkurs „Silvester einmal anders“
Sonntag, 31. Dezember
18:30 – 22:30 Uhr
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

Silvester 3Unser Leben verwandeln, das ist unser Herzenswunsch. An diesem Silvesterabend lernen wir, wie wir unsere menschliche Natur und unsere menschlichen Eigenschaften durch Meditation verbessern können. Geshe Kelsangs Buch Verwandle dein Leben gibt uns klare, kraftvolle und praktische Lösungen an die Hand, mit denen wir in dieser hektischen Welt eine Oase des Friedens in unserem Herzen entdecken.

Und so gerüstet können wir dann unsere Neujahrsvorsätze: „Dieses Jahr werde ich glücklicher sein, mir weniger Sorgen machen, weniger gestresst sein und so weiter“ besser verwirklichen.

Zeitplan
18:15 Uhr Anmeldung
18:30 – 19:30 Uhr Vortrag – Meditation – Fragen
19:30 – 20:00 Uhr Pause
20:00 – 21:00 Uhr Vortrag – Meditation und Fragen
21:00 – 21:30 Uhr Pause
21:30 – 22:30 Uhr Vortrag – Meditation – Fragen

Kosten
€30, mit ZK frei

Anmeldung
unter www.meditation-in-muenchen.de


DAS GANZE WOCHENPROGRAMM IM ÜBERBLICK

Buddha welcome

GRUNDLAGENPROGRAMM AM MONTAG & SAMSTAG

Wie wir den Geist verstehen

wie wir den Geist verstehen_coverDieses Buch bietet tiefe Einsichten in unseren Geist. Es zeigt, wie wir unser Verständnis der Natur und Funktion unseres Geistes in unserem Alltag umsetzen und damit unser Leben verwandeln können.

Samstag 19.12.
10 – 15 Uhr mit Diskussion &
16 Uhr Lehren lernen

Montag 07.12. – 14.12. – 21.12.
19 Uhr

Jeder ist willkommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Man muss weder Buddhist noch meditationserfahren sein. Es reicht, Interesse und Freude an Buddhismus und Meditation zu haben und sich ein lebensnahes Studium zu wünschen. Dann seid ihr hier genau richtig!

Infos unter http://meditation-in-muenchen.de/studium/grundlagenprogramm/


PROGRAMM AM DIENSTAG

Meditationen zur Entspannung

Buddha mit KatzeMeditieren lernen – inneren Frieden entdecken
18:15 bis 19 Uhr
€5, mit ZK frei

01.12. Liebe
08.12. Nehmen
15.12. Weihnachtsfeier 18:30 Uhr
22.12. Geben

Wir machen uns an diesen Abenden anhand von einfachen, aber kraftvollen Meditationen, wie zum Beispiel Atemmeditation, mit Meditation im Allgemeinen vertraut. Nach einer kurzen Einführung setzen wir das Gehört in einer angeleiteten Meditation um. Wir kommen zur Ruhe, machen kleine Erfahrungen und können danach Fragen klären.


 

Vorträge mit angeleiteter Meditation

GeistGroße Glückseligkeit und Leerheit
19:30 – 21 Uhr
€8, mit ZK frei

• Wie meditieren wir über den eigenen Geist?
• Wie können wir schnell inneren Frieden erfahren?
• Was ist die endgültige Lösung unserer inneren Probleme?

01.12. Die Klarheit des Geistes
08.12. Leerheit – das Tor zur Freiheit
15.12. Weihnachtsfeier 18:30 Uhr
22.12. Innere Freiheit


PROGRAMM AM MITTWOCH

Mittagsmeditation

Meditation9_800x536Meditieren lernen. Inneren Frieden entdecken.
12:00 – 12:45 Uhr
€5, mit ZK frei

02.12. Nehmen
09.12. Nehmen
16.12. Geben
23.12. Geben

In der Meditation aktivieren wir unser Potenzial für inneren Frieden. Atemmeditation reduziert unseren Stress. Die sorgenvollen Gedanken lösen sich auf. Es entsteht Raum für Neues.


Kompaktkurse am Abend

FragezeichenUmgang mit dem Tod
Mittwoch 02.12. Teil I
Mittwoch 09.12. Teil II
jeweils von 19:00 – 21:15 Uhr

Am ersten Abend lernten wir buddhistische Meditationen, die uns helfen, die Wahrheit unserer eigenen Vergänglichkeit zu nutzen, um zu einem glücklichen und sinnerfüllten Leben zu finden. Mit diesem „Rüstzeug“ üben wir uns eine Woche lang im Alltag, um tiefe Erfahrung mit innerem, geistigen Frieden zu machen.

Am zweiten Abend klären wir Hindernisse, die vielleicht bei der Übung aufgetreten sind, und vertiefen unser Verständnis von Meditation. So kann dieser Kurs ein optimaler Einstieg in einen neuen Umgang mit unserem Leben sein.

Zeitplan
18:30 Uhr Beginn Anmeldung
19:00-20:00 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
20:00-20:15 Uhr Teepause
20:15-21:15 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen

Kosten
€30 für beide Abende, mit ZK frei

Anmeldung
www.meditation-in-muenchen.de


PROGRAMM AM DONNERSTAG

Kadampa Meditation

Meditieren lernen – Inneren Frieden entdecken
18:15 – 19 Uhr
€5, mit ZK frei

03.12. – 17.12.

MeditationIn der Meditation entdecken wir unser Potenzial für inneren Frieden. Schritt für Schritt machen wir uns mit der Kunst der Meditation vertraut. Grundlage ist Das neue Meditationshandbuch des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche.

Die Meditationen folgenden Themen der Veranstaltung Vortrag & Meditation am Dienstag. Der Abend kann also eine Vertiefung des Themas vom Dienstag oder ein unkompliziertes „Reinschnuppern“ in Meditation sein.


Offener Meditationsabend

Atem – Konzentration – Innerer Frieden
Meditationen, die zu einem glücklichen und sinnvollen Leben führen
19:30 – 20:45 Uhr
€7, mit Zentrumskarte frei

Steine03.12. Nehmen
10.12. Geben
17.12. Nehmen & Geben mit der Atmung

Hier üben wir Meditationen, die zu einem glücklichen und sinnvollen Leben führen. Wir können an diesem Abend sowohl unverbindlich in Meditation „reinschnuppern“ als auch tief in die Meditation einsteigen. Unser Wunsch ist das Entscheidende.


PROGRAMM AM SAMSTAG

Samstagskurs

Langes LebenBuddha Amitayus – Langlebenspraxis
05.12. von 13:00 – 16:00 Uhr
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

In diesem Kurs machen wir uns mit der Meditationspraxis von Buddha Amitayus vertraut. Was brauchen wir, um echte Erfahrungen in der Meditation zu machen? Ein langes Leben, Weisheit und eine Menge Verdienste. All das erlangen wir, wenn wir uns auf Buddha Amityus verlassen.

Zeitplan
12:30 Uhr Anmeldung
13:00 – 14:15 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
14:15 – 14:45 Uhr Pause mit Tee+ Gebäck
14:45 – 16:00 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen

Kosten
€15, mit ZK frei

Anmeldung
www.meditation-in-muenchen.de


PROGRAMM AM SONNTAG

Kompaktkurse
14:30 – 18:30 Uhr
€30, mit ZK frei

meditator-blue_165x240Meditieren lernen am 06.12.

Meditation ist das Herz eines spirituellen Weges. Durch Meditation kommen wir zur Ruhe, erleben inneren Frieden und es entsteht Raum für eine neue Richtung in unserem Leben. Neue Möglichkeiten mit Stress und Schwierigkeiten des Alltags umzugehen eröffnen sich. Meditation ist die Reise zu uns selbst.


Meditation rotes HerzLiebe ohne Leiden – am 20.12.

In diesem Kurs lernen wir, wie unsere Liebe durch Schulung in Meditation kraftvoll und rein wird. Reine Liebe bringt nur Glück und inneren Frieden. Diese Erfahrung hilft uns, unsere Schwierigkeiten abzubauen, die wir oft in Beziehungen zu anderen haben.


Zeitplan jeweils
14:15 – 14:30 Uhr Anmeldung
14:30 – 15:30 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
15:30 – 16:00 Uhr Pause mit Tee und Gebäck
16:00 – 17:00 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
17:00 – 17:30 Uhr Pause mit Tee und Gebäck
17:30 – 18:30 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen

Anmeldung
www.meditation-in-muenchen.de


AtishaPUJAS – GESUNGENE GEBETE – GESAMTÜBERSICHT

Mo 07.12. Herzjuwel 18 Uhr
Die 08.12. Tara 17 Uhr
Do 10.12. Darbringung an den spirituellen Meister 17 Uhr
Mo 14.12. Herzjuwel 18 Uhr
Di 15.12. Herzjuwel 17 Uhr
Mo 21.12. Herzjuwel 18 Uhr
Do 24.12. Darbringung an den spirituellen Meister 15 Uhr


 

Aus dem Leben der Kadampas

Richtfest am Kailash

Am 21. Oktober 2015 fand in Törbel bereits das Richtfest für den Bau des Erweiterungsprojekts Kailash statt.

Richtfest 9_800x600  Richtfest 8_800x600

Es war ein wunderbarer milder Herbsttag, wie er schöner in den Bergen kaum sein kann. Strahlend blauer Himmel, die Bergspitzen frisch verschneit, richtiges Bilderbuchwetter. Bereits am Vortag wurde gebacken und mit den Vorbereitungen begonnen. Zum Glück verfügt das Kailash über eine recht große Terrasse, es wurden Tische und Stühle aufgestellt, es gibt dort sogar Sofas.

Richtfest 6_800x600Richtfest 7_800x600Richtfest 3_800x600Richtfest

Die Bauarbeiter arbeiten normalerweise bis 17 Uhr. Für das Richtfest hörten sie eine Stunde früher auf. Pünktlich um 16 Uhr erschienen sie zum kleinen Fest. Richtfest 2_800x600Rahel und Philip, der Präsident des Vereins extra aus Zürich zu diesem Anlass angereist, schüttelten jedem einzelnen der Gäste zur Begrüßung die Hand und es waren viele Hände, die geschüttelt wurden, denn alle Handwerker, Planer und Ingenieure waren zum Fest eingeladen und gekommen. Philip dankte in einer kurzen Ansprache allen für ihre große und vorzügliche Arbeit. Der Bau war sehr zügig vorangekommen und es war immer eine Freude und sehr spannend, von der Terrasse aus zuzuschauen, wie das Gebäude wächst und gedeiht. Richtfest 4_800x600

Zum Essen machte unsere Nachbarin Monika für alle ein feines Raclette. Als Nachspeise gab’s ein großes Kuchenangebot mit Kaffee und Tee.

Zum Abschied erhielt jeder ein Säcklein mit selbstgebackenen Brownies als Dank für die geleistete Arbeit. Pünktlich um 17 Uhr verabschiedeten sich die Maurer, andere genossen weiterhin das Raclette und das Zusammensein. Die letzten Gäste verabschiedeten sich nach 20:30 Uhr. Alle waren glücklich, alle waren zufrieden.

Claude,
eine der Glücklichen, die dabei sein konnten.

________________________________________________________________________________________________________________________________________

Süddeutsche Dharmafeier (SDDF) 2015 in München

Am 1. Adventswochende machten sich 120 Kadampas frohgemut auf den Weg nach München. Sie strömten nicht wie mehrere tausend Andere in die Allianz Arena und auch nicht, wie wiederum viele tausend Andere auf die berühmten Münchner Weihnachtsmärkte, sondern hatten ein außergewöhnliches Ziel: Das Haus International in Schwabing, das die diesjährige SDDF beherbergte. Und sie wurden nicht enttäuscht, wie wahrscheinlich einige der tausend Anderen, sondern alle wurden reich beschenkt mit einem wundervoll runden Dharmapäckchen, in dem alles drin war, was versprochen wurde – nichts fehlte.

Gen Ananda begann am Freitagabend mit einer umfassenden Einführung, die endlich auch mal erklärte, warum die SDDF ihren Namen „verdient“ hat.  Es gibt nämlich wirklich etwas zu „feiern“, nämlich den Kadam Dharma, und diese Feier findet nun schon zum 9. Mal im Süden Deutschlands statt, davon dreimal in München, und zweimal an diesem gastfreundlichen Ort. Es folgte ein rundum harmonisches, vollkommen gelungenes Dharmafest. Verglichen mit der ersten Münchner SDDF – wo es doch recht chaotisch zugegangen war, wie alle sich schmunzelnd erinnerten – läuft die Organisation inzwischen wie am Schnürchen. Jeder weiß, was zu tun ist. Kein Stress, kein Zeitdruck. Und das alles dank der genialen Vorbereitung von Roma, Erich, Mandy und einigen anderen.

Die Lehrer der SDDF, Gen Ananda und Gen Gogden:

SDDF 15-6 SDDF 15-7

So wie unser verehrter Lehrer, der Ehrwürdige Geshe-la, es gelehrt hat, erhielten wir nach der Einführung die Segensermächtigung Arya Avalokiteshvas, gefolgt von zwei Kommentaren, wie wir die Sadhana nach Sutra und nach Tantra üben können, konnten in den Meditationen das Wissen gleich umsetzen und am Abend, als Höhepunkt, die Puja Wunscherfüllendes Juwel mit Tsog feiern. Kadampaherz, was begehrst du mehr?  Ermächtigung, Kommentar, Praxis – das komplette Programm. Nun können wir loslegen.

Die Sangha:

SDDF 15-1 Bild_01

SDDF 15-5 SDDF 15-3

Und wie immer bei den Kadampas, kam auch das leibliche Wohl nicht zur kurz. Der Tharpa Shop war mit den wunderschönen Büchern, Statuen, Karten und vielem mehr ein echter Augenschmaus. Das Kadampa Cafe war mit einer unglaublichen Vielfalt an selbstgebackenen Kuchen – viele vegan und oberoberlecker – nicht nur ein Augen- sondern vor allem ein Gaumenschmaus und auch das vegetarische Mittagessen im Haus International ließ nichts zu wünschen übrig. Wem das Geschnatter und Gefuttere zu viel wurde, ging einfach rüber in den Olympiapark, um die Ruhe zu genießen und die Beine zu vertreten. Und sogar für die echt sehenswerten Münchner Christkindlmärkte blieb vorher, am Freitagnachmittag, oder nachher, am Sonntagnachmittag, noch Zeit.

Cafe und Shop:

SDDF 15-2  SDDF 15-8

Vielen Dank an die fleißigen Helfer. Wir Ümas wünschen euch allen eine fröhliche Adventszeit, ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein spirituell reiches Neues Jahr.


Unsere ÜMA Mäuse

Über das Frohlocken!

Maus    Maus    Maus

Wieder sitzen unsere Mäuse in der Runde. Heute haben sie etwas ganz Besonderes vor. Ihr wisst ja, dass sie Pujas über alles lieben und ganz besonders die Darbringung an den spirituellen Meister. Die lassen sie weder am 10. noch am 25. Tag des Monats ausfallen. Da mag kommen was will.

Aber eins wisst ihr nicht! Die dritte Maus, die ihre Ohren überall hat, hat gaaaaaanz zufällig gelauscht und gehört, dass das Tharpa Team Geshe-las wundervollen Kommentar zur Sadhana Darbringung an den spirituellen Meister neu übersetzt, sodass das Buch Große Schatzkammer der Verdienste hoffentlich in nicht allzu ferner Zeit rauskommt.

Und wie Mäuse im Allgemeinen und die ÜMA Mäuse im Besonderen nun einmal sind, haben sie noch ein bisschen intensiver rumgeschnüffelt, sich noch kleiner gemacht, sich noch mehr eingeschmeichelt und tatsächlich heimlich ein paar Seiten abgezwackt. Die lesen sie sich jetzt gegenseitig vor und sind ganz hin & weg. Und jedes Mal beten sie: Hoffentlich kommt das Buch raus! Hoffentlich bald! Hoffentlich schnell! Das ist ihr innigster Wunsch.

Gestern nun hat sich die zweite Maus an das Kapitel „Sicherfreuen“ herangemacht. „Sicherfreuen“ klingt im Deutschen ja etwas gewöhnungsbedürftig. Ihnen gefällt das englische „rejoicing“ besser. Das klingt so schön rund und so weich, so wie der schöne Geist ist, der hier beschrieben wird.

Zweite Maus: Mir gefällt „frohlocken“ noch besser als „sicherfreuen“, das ruft in mir wie von selbst ein glückliches Gefühl hervor.
Erste Maus: Na, das geht aber nicht. Das hört sich doch zu sehr nach Engeln und Weihnachten an.
Dritte Maus: Und ich muss dabei immer an Aloisius, den Münchner im Himmel denken. Ihr wisst schon, der, der auf der Wolke sitzen soll und frohlockt.
Alle drei: Ja, so gesehen ist „Sicherfreuen“ schon ok.

Die zweite Maus hat sich aus gutem Grund genau an diesem Kapitel festgebissen. Früher war sie nämlich ziemlich neidisch, wenn andere mehr Glück hatten oder ihnen mehr gelang. Mit dieser Verblendung kennt sie sich also leider gut aus. Deshalb will sie jetzt den Vers und Geshe-las Kommentar vortragen und dann werden sie alle darüber meditieren. Das haben sie sich für heute vorgenommen. Deshalb sind sie so gut drauf.

Zweite Maus beginnt:

Obwohl Phänomene keine Spur von inhärenter Existenz haben,
Erfreuen wir uns aus tiefstem Herzen
An all dem traumähnlichen Glück und der reinen, weißen Tugend,
Die für gewöhnliche und höhere Wesen entstehen.

Die erste Maus will gleich mal wissen: Alles beginnt ja immer mit der Definition. Also, was ist mit Sicherfreuen eigentlich genau gemeint?
Dritte Maus: Das weiß ich auch ohne Buch. Es bedeutet, etwas zu schätzen, sich daran zu erfreuen und somit glücklich zu sein. Außerdem es gibt ein tugendhaftes, neutrales und leider sogar ein nichttugendhaftes Sicherfreuen. Stimmt’s?
Zweite Maus: Stimmt genau!

Kleine Pause.

Unsere Mäuse denken nach. Klar, nichttugendhaftes „Frohlocken“ kennen sie alle gut, das nennt man auch Schadenfreude. Jessas, das hatten sie früher. Jetzt zum Glück nicht mehr. Hier geht es aber nur um tugendhaftes Sicherfreuen.
Erste Maus seufzt: Ist das schwer?
Zweite Maus lacht: Du glaubst gar nicht wie einfach das ist. Du liegst im Bett und erfreust dich an der Tugend anderer. Dein Geist wird glücklich, einfach indem du über die tugendhaften Taten der höheren Wesen wie Buddhas und Bodhisattvas nachdenkst …
Dritte Maus fällt ein: … oder über die Tugenden gewöhnlicher Wesen wie all der Kadampas, die auf der ganzen Erde mithelfen, den Kadamdharma zum Erblühen zu bringen, ganz gleich ob sie Tempel bauen, Zentren gründen, Dharma unterrichten, dem Tharpa Verlag helfen, Festivals besuchen, studieren, meditieren, Retreat machen, Statuen herstellen und und und …
Zweite Maus: Da gibt es kein Ende des Frohlockens. Dein Geist verweilt in einem glücklichen Zustand und außerdem sammelst du unermessliche Verdienste an.

Kleine Pause.

Spontan denken die Mäuse ans ÜMA Zentrum. Sie sehen ja tagaus, tagein wie fleißig die ÜMAs sind. Allen voran Holger, ihr Zentrumslehrer, der unermüdlich neue Kurse kreiert und offenbar eine unerschöpfliche Energie, immerwährende Freude und unendliche Geduld hat, Dharma zu unterrichten. Sie denken an Erich, Mandy, Paula, Oliver, Agnes, Regina, Susanne, Gabi, Gerti, Alexandra, Christian und viele, viele andere, die allesamt kleinere oder größere Aufgaben übernehmen. Ohne sie gäbe es überhaupt kein Zentrum. Und sie merken: Einfach indem sie sich einfach daran erinnern frohlockt ihr Geist und ist glücklich. Und sie merken: Das ist echt kinderleicht!

Zweite Maus: Geshe-la betont hier, wie wichtig es ist, dass wir uns besonders an unseren spirituellen Gefährten erfreuen und ohne jede Spur von Neid, Wetteifer und Stolz glücklich sind, wenn wir sehen, wie sie Verbeugungen machen, Gaben darbringen, unterrichten, studieren und meditieren und dafür von anderen bewundert und geschätzt werden.

Kleine Pause.

Die Mäuse denken nach. Das stimmt. Neid, Wetteifer und Stolz – diese drei Verblendungen sind Gift in allen Gemeinschaften, besonders aber in spirituellen. Seit sie im ÜMA sind, versuchen sie Atishas Rat zu folgen. Sie konzentrieren sich ausschließlich auf die guten Eigenschaften der anderen und schenken scheinbaren Fehlern keine Aufmerksamkeit. Genau deshalb ist ihr Geist immer ruhig und friedvoll und sie kommen mit jedem gut aus. Herrlich ist das. Und so einfach.

Zweite Maus: Geshe-la fährt hier fort, dass eine Gemeinschaft glücklich und harmonisch ist, wenn alle ihre Mitglieder das Sicherfreuen praktizieren. Herrschen aber Neid, Stolz und Wetteifer, wird die Gemeinschaft durch Disharmonie und Meinungsverschiedenheiten vergiftet.

Schon wieder Neid, Stolz, Wetteifer. Diese drei scheinen wirklich essenziell zu sein, wenn es zu Spannungen, Kritik und schlechter Stimmung in einer Gemeinschaft kommt, egal ob Zentrum, Arbeit oder Familie. Im ÜMA ist das nicht der Fall. Aber wenn es mal so wäre, wissen sie jetzt, wonach sie bei sich suchen müssen. Neid, Wetteifer, Stolz – eine dieser hässlichen Verblendungen wird dann wohl am Wirken sein.

Kleine Pause

Interessant, sagt die erste Maus nach einigem Grübeln.
Was ist interessant? wollen die anderen sofort wissen.
Erste Maus: Es wird doch immer gesagt wird, dass ich, wenn ich mich an den Tugenden von jemandem erfreue, der höher gestellt ist als ich oder der höhere Verwirklichungen hat, die Hälfte seiner Verdienste bekomme. Mir kam das bisher immer etwas komisch vor. Aber ich hab gerade gemerkt, dass mit dieser Gedanke helfen soll Neid und Eifersucht zu überwinden.
Die Mäuse: Äh … hm .. wieso?
Erste Maus: Wenn ich einen nicht mag, der mir überlegen oder höhergestellt ist, was steckt dann meistens dahinter?
Der Mäusechor: Neid und Eifersucht!
Erste Maus: Genau! Und das ist eine Tendenz bei mir, wenn ich ehrlich bin.

Zweite Maus: Ich habe zum Beispiel die saudumme Neigung zum Wetteifern. Ab jetzt will ich daran denken, besonders über die Tugenden jener zu frohlocken, die mir gleich sind und dieses elende Wetteifern damit überwinden. Sie schmunzelt: Schließlich bekomme ich dann die gleiche Menge an Verdiensten. Das ist schlichtweg genial. So werde ich das Gift des Wetteiferns endlich los.

Dritte Maus: Ehrlich gesagt ist mein Problem der Stolz.
Die Mäuse: Was? Stolz? Du? Das ist uns noch nie aufgefallen.
Dritte Maus: Ich habe das lange selbst nicht erkannt. Wie oft habe ich andere kritisiert, die nicht so erfolgreich und effektiv sind wie ich. Hab mich ihnen überlegen gefühlt und mir dabei noch eingebildet, ich hätte Mitgefühl mit ihnen!
Die Mäuse staunen: Ist das so? Ist das Stolz?
Dritte Maus: Ja, ist leider so. Diesen blinden Fleck habe ich erst im Spiegel des Dharma erkannt. Und wenn ich mich nun an den Tugenden von jemandem erfreue, der mir unterlegen ist, bekomme ich sogar doppelt so viele Verdienste! Eigentlich unfair, oder? Aber wenn mir dieser Gedanke hilft, meinen elenden Stolz auszumerzen, soll’s mir recht sein.

Kleine Pause.

Die Mäuse strahlen. Ist das nicht Klasse? Sie erfreuen sich am Glück und an der Tugend aller anderen, egal ob sie höher stehen, gleich oder unterlegen sind, und überwinden so spielend diese drei scheußlichen Dämonen: Neid, Stolz und das Wetteifern.

Kleine Pause.

Sie verweilen einsgerichtet auf dieser überraschenden Einsicht. So deutlich haben sie das noch nie erkannt. Das mit den doppelten, halben und gleichen Verdiensten war ihnen immer etwas eigenartig vorgekommen. Jetzt aber wissen sie, dass dies Buddhas geschicktes Mittel ist, ihnen zu helfen ihren Geist umzuwandeln.

Puh! Das war lang heute. Und ziemlich intensiv. Die Mäuse recken sich und strecken sich.

Und die zweite Maus hat ein Einsehen: Also, Leute, ich schlage vor, wir machen Schluss. In diesem Vers steckt noch viel, viel mehr. Wir haben jetzt erst die 4. Zeile „bearbeitet“. Die ersten drei Zeilen strotzen nur so von Weisheit, die heben wir uns fürs die nächste Runde auf. Da brauchen wir einen klaren Kopf und mehr Zeit.

So sei es! Heute haben sie ein kleines Dharma Juwel entdeckt, das ist mehr als genug. Sie schließen noch einmal die Augen und verweilen, verweilen, verweilen … um es nicht zu vergessen.

Am Ende widmen sie alle ihre Verdienste dem Wohl des ÜMA Zentrums und den ÜMAs. Sie beten: Mögen wir alle noch viele Jahre gemeinsam in Harmonie und Glück Dharma praktizieren und eine Zuflucht für viele andere Lebewesen sein.


Gras im SonnenlichtGras im SonnenlichtGras im Sonnenlicht
Launen eines Korbflechters

Ich höre dem Raum zu
Dem Wind
Den Flügeln der Zeit
Dem Tanz der Landschaft
Ihrer Geschichte
Höre meines Schattens Schritte
Die mich als Segel geleiten

Ein Sturm der Begeisterung bemächtigt sich meiner
Verwandelt in einem Augenblick
Eis in Wasser
Feuer in Wärme
Wind in Kraft
Raum in Atem
Bewegung in Stille
Friede in einen Tempel der sich deiner annimmt

***

Seit anfangsloser Zeit vergessen wir
Ein Fenster blickt aus unserem Zimmer
Eine grüne Insel im Dunklen

Das Ich ist der Anfang
Sein Ende ist seine Angst
Zu entdecken es sei ja niemals gewesen

Das Fenster ist größer als der Raum

***

Viel Zeit hast du zu sterben
Doch wenig um zu leben
Kehr um!

***

Stille der Einsamkeit
Stille im Raum
Das Gewölbe öffnet sich wie eine Blüte
Spannt sich auf
Atmet gestillt
Gewärtig sein
Zwei Flügelhälften breiten sich aus
Als könnten sie sich selbst zuhören

Einsamkeit
Eine Einheit immerwährender Stille

***

So wie wir aus dem Mutterschoß hinauswachsen
Und in das Leben hinein
So müssen wir uns auch in das Alter hineinleben
Und aus dem Leben hinaus
Nicht nur einfach sterben
Und etwas von unserem Dharmaleben mitnehmen

***

Gras im SonnenlichtGras im SonnenlichtGras im Sonnenlicht


Kommentare sind geschlossen.