MEDITATION IN MÜNCHEN

Zentrum für modernen Buddhismus

Newsletter KMC München September 2016

Liebe Freunde!

Heute haben wir zwei Top-Themen für euch: Die Tempeleröffnung im IRC Kailash Kailash 8vom 9.-11.09. und das HerukaHerbstfestival in Toronto vom 7.-13.10. Wer noch zum Kailash möchte, muss schnell sein und viel Glück haben. Für Toronto braucht ihr einige Zeit für Vorbereitungen wie Flug buchen und so weiter, deshalb erinnern wir euch schon im September NL daran.

Darüber hinaus gibt es unser umfangreiches Zentrumsprogramm.Üma Ermächtigung 15 Kadam Holger hat alles wunderbar in drei Bereiche eingeteilt. So ist für jeden etwas dabei und jeder findet leicht das, was er sucht. Diejenigen, die meditieren möchten, finden alles unter „Meditieren lernen“. Diejenigen, die mehr über die buddhistische Lebensweise in modernen Zeiten erfahren möchten, finden alles unter „Moderner Buddhismus“ und diejenigen, die alles wollen, finden alles unter „Tiefer einsteigen“.

Wir sind nun ausgeruht, von neuem Tatendrang und dem Hunger nach Dharma erfüllt. Und so freuen wir uns auf ein Wiedersehen.

Euer Newsletter Team


SCHWEIZ-ÖSTERREICH-ITALIEN FESTIVAL
IM IRC KAILASH

GRÜNE TARA ERMÄCHTIGUNG & ERÖFFNUNG DES TEMPELS
MIT GEN-LA KELSANG DEKYONG
9. – 11. SEPTEMBER

Im September feiern wir im IRC Kailash einen ganz besonderen Anlass: die Eröffnung des neuen Kadampa Tempels in Törbel. Im abgelegenen, idyllischen Bergdorf Törbel im Wallis mit atemberaubernder Aussicht ist ein Juwel entstanden, ein buddhistischer Tempel. Dies wird nun mit einem buddhistischen Festival gefeiert. Die spirituelle Leiterung der Neuen Kadampa Tradition, Gen-la Dekyong, wird das Festival samt Eröffnungszeremonie leiten.

Festival 2016 Kailash 2  Tara  Gen-la-Kelsang-Dekyong-2013-280x300

„Wenn wir entmutigt, enttäuscht oder niedergeschlagen sind, erhellt Weisheit unseren Geist und macht uns glücklich, und wenn wir sehr aufgeregt oder abgelenkt sind, beruhigt Weisheit unseren Geist und verringert unsere Ablenkungen. Mit Weisheit ist unser Geist stets ausgeglichen und ruhig.“ Geshe Kelsang Gyatso in Große Schatzkammer der Verdienste

Wollt ihr euer Glück versuchen und euch anmelden oder einfach nur mehr über diesen wunderbaren Ort erfahren, dann schaut unter:

http://www.kadampafestivals.ch/   und

http://www.kailashirc.org/


HÖCHSTE YOGA TANTRA ERMÄCHTIGUNG UND KOMMENTAR ZU DEN ÜBUNGEN DES HERUKA KÖRPERMANDALS UND VON VAJRAYGOINI
mit Gen-la Kelsang Khyenrab

„Diese besonderen Anleitungen über das Heruka Körpermandala und Vajrayogini sehr überaus kostbar und die Essenz des Vajrayana Pfades. Sie sind wie unschätzbare Juwelen, die ich von meinem eigenen Vater erhalten habe und nun gebe ich diese unschätzbaren Juwelen an euch weiter.“ Ehrwürdiger Geshe Kelsang Gyatso

Toronto

Zum Festival
Vom 7. – 13. Oktober haben wir die besondere Gelegenheit, die Höchsten Yoga Tantra Ermächtigungen und Kommentare zu den Übungen des Heruka Körpermandalas und von Vajrayogini von Gen-la Kelsang Khynrab zu erhalten. Dies ist das erste Mal, seit der Ehrwürdige Gesehe Kelsang Gyatso sie im Jahre 2003 in Toronto gewährte, dass diese Ermächtigungen in Nordamerika gegeben werden.

Torono 3

Fünf Gründe, weshalb es viel leichter ist, an dem Internationalen Kadampa Herbstfestival teilzunehmen, als ihr denkt:

  1. Toronto ist leicht zu erreichen
    Von München gibt es zum Beispiel einen Direktflug.
  2. Der Festivalort und das Festivalhotel sind sehr leicht zu erreichen
    Sagt uns, an welchem Flughafen ihr ankommt und wir sagen euch, wie es weitergeht. Garantiert sehr einfach.
  3. Günstigste Hotelpreise gibt es im Festival Hotel, dem Chelsea Hotel mitten in Toronto, von dort ist es ein Katzensprung zum Festivalort
  4. Toronto hat ein effektives und kostengünstiges öffentliches Verkehrsnetz. So könnt ihr sehr leicht die Stadt erkunden.
  5. Ein sinnvoller Urlaub mit Familie und Freunden
    Toronto hat viel zu bieten: kulturell, kulinarisch, Sehenswürdigkeiten (Niagara Fälle) und vieles mehr. Es bleibt genug Zeit, sich umzuschauen

Toronto 4

Weitere Informationen unter http://kadampafestivals.org/de/herbst


PROGRAMMÜBERSICHT SEPTEMBER

Buddha welcome

1. MEDITIEREN LERNEN

Buddha mit KatzeNur in der Meditation entdecken wir unser Potenzial für inneren Frieden und wahres Glück. Nur der innere Frieden ist echter Frieden und ohne inneren Frieden gibt es keinen äußeren Frieden. Schritt für Schritt lernen wir die Kunst der Meditation. Wenn man weiß, wie es geht, und den starken Wunsch hat, ist es nicht schwierig. Kommt und seht selbst!

KOMPAKTKURSE AM SONNTAG
mit Kadam Holger Hetzel
30 € mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

Zeitplan jeweils:
14:15 – 14:30 Uhr Anmeldung
14:30 – 15:30 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
15:30 – 16:00 Uhr Pause mit Tee und Gebäck
16:00 – 17:00 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
17:00 – 17:30 Uhr Pause mit Tee und Gebäck
17:30 – 18:30 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen

Meditation HimmelSonntag 04.09.
Klarheit und Stille durch Meditation entdecken

Wenn unser Geist so klar und still ist wie ein Bergsee, ist er frei von aller Negativität. Alle Verwirrung verschwindet und wir erleben in angeleiteten Meditation, was wirkliches und anhaltendes Glück bedeutet.

Bitte anmelden unter: http://meditation-in-muenchen.de/klarheit-und-stille-durch-meditation-entdecken-2/


MeditationSonntag 25.09.
Meditieren lernen

Die Erfahrungen, die die meisten Menschen in unserem modernen westlichen Alltag machen, sind Hektik, Stress, Reizüberflutung und der Druck steigender Anforderungen. Dies geht oft einher mit Unzufriedenheit, innerer Unruhe und dem Gefühl eines sinnentleerten Lebens. Durch einfache Meditationsübungen kann jeder lernen zur Ruhe zu kommen, Körper und Geist zu entspannen und vieles mehr.

Bitte anmelden unter: http://meditation-in-muenchen.de/kompaktkurs-meditieren-lernen-25-9/


KOMPAKTKURSE AM DIENSTAG

Meditation SmileDen inneren Kritiker stoppen durch Meditation
mit Kadam Holger Hetzel

13.09. 1. Teil
20.09. 2. Teil
20 € mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

Der innere Kritiker sorgt dafür, dass wir mit anderen Menschen Probleme haben, uns ständig vergleichen und uns entweder unzulänglich oder überlegen fühlen. In angeleiteten Meditationen erkunden wir, woher dieser innere Kritiker kommt, wie wir ihn stoppen und wirkliche Liebe und Mitgefühl für uns selbst und andere entstehen lassen.

Bitte anmelden unter: http://meditation-in-muenchen.de/den-inneren-kritiker-stoppen-durch-meditation/


WÖCHENTLICHE KURSE

MeditationMEDITATION A
Wie wir unsere menschlichen Probleme lösen

jeweils 18:15-19.00 Uhr
Kosten 5 € mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

Mittwoch 07.09. – 14.09. – 21.09. – 28.09.
mit Kadam Holger Hetzel

Donnerstag 01.09. – 08.09. – 15.09. – 22.09. – 29.09.
mit Oliver Greger

Freitag 02.09. – 16.09. – 23.09. – 30.09
mit Kadam Holger Hetzel


MeditationMITTAGSMEDITATION
Wie wir unsere menschlichen Probleme lösen

mit Kadam Holger Hetzel
Kosten 5 € mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

Mittwoch 07.09. – 14.09. – 21.09. – 28.09.
12:00-12:45 Uhr

Freitag 02.09. – 16.09. – 23.09. – 30.09.
12:30-13:15 Uhr


2. MODERNER BUDDHISMUS

Buddha1Diese wöchentlichen Abende und Praxiskurse sind eine gute Gelegenheit, mehr über den Buddhismus, seine Methoden und die moderne buddhistische Lebensweise zu erfahren. Wir entdecken die Tiefgründigkeit, Wirksamkeit und Relevanz der Lehren Buddhas, die seit 2500 Jahren von unzähligen Schülern begeistert umgesetzt und im Alltag erprobt wurden. Es reicht nicht, sich einfach nur hinzusetzen und zu meditieren. Wir müssen wissen, warum wir das tun und wie diese Methoden wirken.

MITTWOCH
Allumfassendes MitgefühlOffener wöchentlicher Kurs mit Kadam Holger Hetzel
Allumfassendes Mitgefühl – Inspirierende Lösungen für schwierige Zeiten

19:30 – 21:00 Uhr
Kosten 8 € mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

07.09. – 14.09. – 21.09. – 28.09.

 


 

SAMSTAG PRAXISKURSE
mit Kadam Holger Hetzel
von 14 – 17 Uhr
Kosten 15 € mit Starter-, Abo- und Zentrumskarte frei

Zeitplan jeweils:
13.30 Beginn Anmeldung
14.00-15.15 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen
15.15-15.45 Uhr Pause
15.45-17.00 Uhr Vortrag + Meditation + Fragen

Buddha-Shakyamuni_424x600Vertrauen, die Quelle des Glücks
Samstag 17.09.

Für Buddhisten ist das Vertrauen in Buddha Shakyamuni ihr spirituelles Leben, die Wurzel aller Dharma Verwirklichungen. Vertrauen in Buddha führt zu dem Wunsch, seine Lehren umzusetzen und dieser Wunsch führt zu starkem Bemühen und dies führt zur dauerhaften Befreiung von den Leiden dieses und zahlloser zukünftiger Leben.

Bitte anmelden unter: http://meditation-in-muenchen.de/moderner-buddhismus-2/


Meditation - RetreatDie Kraft der Gebete
Samstag, 24.09.

Was sind Gebete? Was bewirken sie? Worin besteht der Zusammenhang zwischen Gebet und Meditation? Warum helfen mir Gebete, erfolgreich zu meditieren?

In diesem Kurs lernen wir, wie wir durch die Übung von traditionellen Gebeten (Sadhanas) unsere Meditationen zum Erblühen bringen können.

Bitte anmelden unter: http://meditation-in-muenchen.de/die-kraft-von-gebeten/


3. TIEFER EINSTEIGEN

StudiumWenn du die Welt des Kadampa Buddhismus entdecken, eine Gemeinschaft von praktizierenden Kadampa Buddhisten kennenlernen und dich mit erfahrenen Praktizierenden austauschen möchtest, dann bist du hier richtig. Einfach vorbeikommen und mitmachen.

MONTAG & SAMSTAG
GRUNDLAGENPROGRAMM

mit Kadam Holger Hetzel
19 Uhr – 21 Uhr

Freudvoller Weg präsentiert den vollständigen buddhistischen Pfad zur Erleuchtung. Jede Stufe unserer spirituellen Reise wird außerordentlich klar, bildhaft und praktisch beschrieben und so ist dieses Buch ein unverzichtbarerer Wegbegleiter. Es ist alles in einem: Grundlage, Pfad und Ziel.

Wer wirklich wissen will, wie Erleuchtung „geht“, sollte mit uns dieses Buch studieren & praktizieren. Jeder ist herzlich willkommen. Es zumindest einmal versucht zu haben ist ein immens kostbarer Schritt.

03.09.  10-15 Uhr
05.09.  19 Uhr
19.09.  19 Uhr
26.09.  19 Uhr


ZENTRUMSABEND AM 27.09.

Photo Zentrum 5Jeder ist herzlich eingeladen, sich unseren Zentrumsabenden über die aktuelle Entwicklung des Zentrums zu informieren und Fragen zu klären. Es können auch eigene Wünsche oder Ideen für das Zentrum eingebracht und Projekte mitentwickelt werden. Einfach vorbeikommen (auch erst ab 19 Uhr).

Ablauf
18:00-18:45 Herzjuwel
19:00-21:00 Gesprächsrunde


MONTAG – SONNTAG
GESUNGENE GEBETE

PujaDie Teilnahme an Gruppengebeten, auch Pujas genannt, sind kraftvolle Methoden, um Buddhas Segnungen, Inspiration und Schutz zu erhalten. Jeder ist herzlich eingeladen teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenfrei

05.09. Herzjuwel 18 Uhr
19.09. Herzjuwel 18 Uhr
25.09. Darbringung an den spirituellen Meister 9 Uhr
26.09. Herzjuwel 18 Uhr


Schüler im Kadampa Meditationszentrum München

Ende Juli, als wir schon fast in den Ferien waren, schaute doch noch eine Schulklasse im KMC München vorbei. Frau Grünbeck, die Lehrerin der 9. Klasse der Privaten Pestalozzi Realschule in München, war wieder einmal ein willkommener Gast.

Normalerweise bitten wir die Lehrerinnen/Lehrer um ein Feedback für unseren Newsletter, aber meistens geht das im Trubel des endenden Schuljahres doch unter, und um die Lehrer nicht noch mehr unter Druck zu setzen als sie eh schon sind, lassen wir das lieber bleiben. Umso mehr haben wir uns gefreut, als wir vor einigen Tagen ganz unaufgefordert von Frau Grünbeck folgende Rückmeldung bekamen:

„Schon längst wollte ich Ihnen schreiben und mich noch einmal dafür
bedanken, dass Sie uns so geduldig und wirklich sehr gut in die
buddhistische Meditation eingeführt haben. Auch den Schülerinnen und
Schülern hat der Besuch wirklich gut gefallen!

Ich schicke Ihnen noch einige der Reaktionen der Schülerinnen und
Schüler. Leider unterrichte ich nur einen kleinen Teil der Klasse – 6
Schüler – da der Rest in Ethik geht. Aber auch von den Ethik-Schülern
habe ich positive Reaktionen gehört.

Unsere Schülerinnen und Schüler wollen lieber anonym bleiben, falls Sie
die Aussagen auf Ihrer Homepage veröffentlichen wollen, deshalb gebe ich
sie ohne Namensangabe wíeder:

Wir haben meditiert und uns über den Buddhismus unterhalten. Das hat
sehr viel Spaß gemacht und ich habe viel Neues gelernt. Der Besuch im
buddhistischen Zentrum ist nur zu empfehlen! (Schüler)

Mir hat der Besuch wirklich gut gefallen. Besonders begeistert hat
mich, dass das Meditieren unsere normalerweise sehr laute und unruhige
Klasse wirklich beruhigt hat. Wenn ich in Zukunft vor einem Test oder
etwas, das mich nervös macht, unruhig bin, werde ich mir Ihre Worte zu
Herzen nehmen. Es war auch wirklich schön, einen Einblick in eine andere
Religion zu bekommen. (Schülerin)

Es tat nach kurzer Zeit weh, so zu sitzen. Aber: Es war sehr
entspannend. Es war interessant, zu lernen, was Meditation ist und wie
sie funktioniert. Man konnte gut etwas über die buddhistische Kultur
lernen. (Schülerin)

Mir hat es sehr gut gefallen, da man mal einen Einblick in eine andere
Weltreligion bekommen hat. Das Meditieren war sehr schön.
Empfehlenswert! (Schüler)

Es war entspannend. Das Sitzen war teils unangenehm, aber insgesamt
war es gut! (Schüler)

Also, uns hat es auch sehr viel Vergnügen bereitet, mit ungefähr 26 hochmotivierten und interessierten Jugendlichen zu meditieren und die vielen Fragen zu beantworten. Und wir freuen uns jetzt schon auf die nächsten Schulklassen.
Bärbel


Unsere Kadampa Mäuse

Mal was Neues!

Maus     Maus      Maus

Im Zentrum rumort es wieder. Die Nachbarn spitzen schon die Ohren. Wenn die Mäuse wieder da sind, geht auch das Zentrumsleben allmählich los. Aber noch genießen unsere Mäuse den Rest ihrer Ferien.

Wieder einmal sind ein paar Freundinnen vorbeigekommen, die immer soooo neugierig sind und wissen wollen, wie es in England war, wo sie sonst noch gewesen sind und überhaupt … was sie so erlebt haben.

Manchmal denken sich die Mäuse: Die könnten ja auch mitkommen. Dann wüssten Sie’s aus erster Hand. Aber soweit sind die Freundinnen noch nicht. Gut Ding will Weile haben, sagt der Volksmund. Aber wenn kurz vorher der Tod einem ein Schnippchen schlägt? Ach was! Trübe Gedanken ändern auch nichts an der Selbstzufriedenheit ihrer Freundinnen.

Also bereiten die Mäuse ihnen ein schönes Fest und erzählen und erzählen und erzählen. Als ihnen nichts mehr einfällt, ruft eine: Eins habt ihr vergessen. Das Gemüseschnippeln. Davon habt ihr nichts erzählt.

Die Mäuse staunen. Die hören ja echt zu. Aber stimmt, davon haben sie nichts erzählt. Warum nicht? Weil sie in diesem Jahr keinen Gemüseschnippeldienst hatten. Was? Wieso das? Das machen die Deutschen doch sonst IMMER?! Tja, nicht mehr. Hinten rum haben sie rausgekriegt, dass der Eifer der deutschen Sangha, Gemüse zu schnippeln, wohl doch sehr abgenommen hatte. Nun sind die Franzosen dran. Aber die Münchner waren nicht schuld, die waren begeisterte Schnippler bis zum Schluss. Das wurde ihnen von allen Seiten versichert.

Das ist jetzt interessant. Was musstet ihr dann machen? Irgendwas muss doch jeder machen, sonst funktioniert das Festival nicht. Potwashing …. Was? Ihr? Diese Riesentöpfe! Und der Dreck. Da ertrinkt ihr doch drin. Das kann nicht sein. Halt, ausreden lassen: Potwashing oder Frühstücksservice standen zur Wahl. Aufatmen. Natürlich wissen sie, was ihre Freunde gewählt haben. Immer den leichteren Weg.

Nun, dann erzählt mal, wie das war. Das kennen wir noch nicht. Die Mäuse richten sich erneut auf und lauschen mit offenen Ohren. Hm. Ein bisschen müssen die Mäuse überlegen, ob sie alles zusammenkriegen, was sie beim Frühstückmachen erleben und gehört haben. Sie waren ja nicht immer und überall dabei. Und es war so viel, eine so riesige Organisation, in der sie nur ein kleines Rädchen waren.

Jetzt aber. Augen zu. Und es geht los. Morgens um 5 Uhr ist Bridget, die Supervisorin, schon auf den Beinen und schaut, ob die ganzen Sachen fürs Frühstück geliefert wurden. Meistens rollen die Lastwagen dann noch in den Küchenhof und werden von starken Männern ruckzuck abgeladen. Alles wird in den Vorratskammern gestapelt. Um 5:30 Uhr kommt dann die Mannschaft, die das Benötigte auf drei große Trolleys verteilt. Die werden so vollgepackt, dass einer aufpassen und oben festhalten muss, dass nichts runterfällt. Die Trolleys werden zum Essenzelt gefahren und dort entladen.

Die Freundinnen sitzen gebannt und lauschen. Alles stellen sie sich vor. Könnt ihr uns in etwa sagen, wie viel von allem da ist? Das müssen ja Berge sein. Nein, das können die Mäuse wirklich nicht sagen. Sie wissen nur, dass von 6:30 Uhr bis 8.00 Uhr eintausendachthundert Menschen frühstücken. Und dass es tatsächlich Berge sind, die da verteilt und vertilgt werden.

Und was essen die anderen, fragt eine mitfühlende Freundin. Ihr habt doch erzählt, dass 3500 Leute da waren. Nun, viele wohnen ja in umliegenden Hotels, Pensionen, gemieteten Häusern, bei Farmern und so weiter. Viele frühstücken aber auch in den Cafes auf dem Gelände, die auch ein Frühstück anbieten. Also, keine Sorge, jeder wird satt. Aber für mehr als 1800 Leute ist in dem Essenszelt kein Platz und die Küche schafft auch nicht mehr Essen.

Gut. Wie geht es weiter? In dem großen Essenzelt warten jetzt diejenigen, die alles auf 3 riesigen Tischen verteilen. Dazu gibt es in den beiden vorderen Zeltecken einen Tee-Kaffee-Saft-Stand. Riesige Wasserkocher werden angeworfen, damit das Wasser um 06:30 Uhr heiß ist. Die Tische werden vollgepackt und im Hintergrund werden die Dinge gelagert, mit denen aufgefüllt wird.

Und was gibt es zum Frühstück? Also, erst kommt die Müsliecke. Es gibt ein ganz tolles Müsli, nach dem sehnen sich die Mäuse das ganze Jahr. Das haben sie in München noch nicht entdeckt. Weiter gibt es die typischen englischen Sachen wie verschiedene Arten von Kelloggs Cornflakes, Rice pops, Weetabix, Porridge und noch Verschiedenes, das haben sie sich gar nicht merken können. Dann kommen: Milch, Yoghurt, Soja Milch süß/ungesüßt. Dann kommt das Brot und die pikantere Ecke. Obwohl, von Brot wollen unseren Mäuse hier nicht sprechen. Das sind die sogenannten „buns“ weiß oder bräunlich (will heißen Vollkorn!!!), die ziemlich aufgeplustert und ganz weich sind. Knüll sie zusammen und da hast du eine kleine Kugel. Also keine Walnussweckerl, Pinienkracherl, Schrotkerndlsemmeln, Elsässer und so weiter. Als Ausgleich gibt’s ein paar Reiscracker und etwas, das so aussieht wie Matzen, nur mit mehr Biss.

Hm. Hört sich nicht so lecker an. Aber es geht ja noch weiter: Es gibt zwei verschiedene Arten von Marmeladen, immer Orangenmarmelade natürlich, Honig (nicht immer), Butter, Eier, Käse, Marmite (Hefeextrakt, für manche das absolute No go, für manche Nektar) Obst fürs Müsli. Fertig. Sie hoffen, sie haben nichts vergessen.

Die Frühstückenden stellen sich in 2 Reihen an den 3 Tischen an. Schlange stehen lernt man in England. Wenn alles in der Müslischüssel und auf dem Teller verstaut ist, balanciert man zur Trinkecke und holt sich einen Saft (Apfel, Orange) und/oder Tee (verschiedenste) und Kaffee (instant, bitter wie die Hölle), alles wieder mit Milch oder Sojamilch für die Veganer. Dann sucht man einen Platz, wo schon einer/eine sitzt, den/die man kennt, lässt sich nieder und isst genüsslich alles auf.

Währenddessen füllen hinter den drei Tischen jeweils 4 Leute alles nach, was schon aufgegessen wurde. Droht etwas auszugehen, holt man es sich von anderen Tischen. Manchmal unter den argwöhnischen Blicken der anderen Crew. Da scheint sie wieder auf, die Selbstwertschätzung, könnte man sagen.  Wenn es ganz eng wird, sagt man Bridget Bescheid, die in der Küche nachfragt, ob es irgendwo noch etwas gibt wie zum Beispiel Bananen. Aber manchmal ist etwas tatsächlich ganz aus und diejenigen, die um 07:50 Uhr noch schnell reinhuschen, müssen sich mit dem begnügen, was es noch gibt.

Und von wann bis wann musstet ihr arbeiten, fragen die Freundinnen mit großen Augen. Für sie hört sich alles ziemlich stressig an. Unsere Mäuse hatten sich für die Schicht von 07:15-08:15 Uhr eingetragen. Sie haben also vorher in aller Ruhe gefrühstückt und dann die 1. Schicht abgelöst. Punkt 07:15 Uhr trafen sich alle bei Bridget. Jede bekam eine Schütze und Handschuhe. Dann wurde jede an einen bestimmten Platz beordert. Alles war vorher in einer riesigen Liste festgelegt. Insgesamt waren sie 80 Leute. Alles super organisiert, wie immer.

Und dann? Um acht Uhr? Endlich fertig? Nicht ganz. Um 07:55 Uhr gingen zwei herum mit Glocke und Schild „5 minutes“. Um 08:00 Uhr wurde der Zelteingang geschlossen und die Leute wurden gebeten, zu gehen. Eine Gruppe wusch die Tische ab und machte alles wieder schön sauber und ordentlich. Die drei großen Buffettische und Tee-Ecken wurden abgeräumt, alle Reste gut verstaut und in die Vorratskammern zurückgebracht. Viel war das nicht mehr. Dann wurde überall gefegt, gewaschen, der Müll getrennt, in Beutel verpackt auf die Trolleys geladen und zum Müllabladeplatz gebracht.

Trennen? Müll? Die Engländer? Das wär jetzt ja mal ganz was Neues. Die Freundinnen wollen es nicht wirklich glauben. Doch, doch, versichern die Mäuse. Da hat sich viel geändert, vor allem im Manjushri. In Cumbria sind die Buddhisten weit und breit die Mülltrennungsvorreiter.

Wow. Das war jetzt lang und muss verdaut werden. Und warum musste so pünktlich Schluss sein, fragt eine. Na, weil um 9 Uhr die Meditation begann. Da wollte natürlich jeder hin. Und das haben die Deutschen ganz allein geschafft? fragt eine Freundin doch noch einmal nach. Ach was, wir waren nur ein Teil der Gruppe. Der andere Teil waren Chinesen. Und die waren tüchtig, das könnt ihr uns glauben. Die haben ganz selbstverständlich, umstandslos und kommentarlos das Kommando übernommen und hatten sofort den Überblick. Und wir Deutschen sind ihnen brav gefolgt. Die sind Organisationstalente, genau wie die Engländer. Da bilden wir Deutschen uns vielleicht ein bisschen zu viel ein, als wären wir darin Weltmeister. Stimmt aber nicht.

Ja. Nein. Wahrscheinlich nicht. Gähn. Gähn. O wie müde sind sie geworden, allein vom Zuhören. Ach ja, eins dürfen wir nicht vergessen, sagt die erste Maus. Zum Schluss hat jede von Bridget einen Stein als Dank und zum Andenken bekommen. Sie hatte ein Beutelchen dabei und hat immer zwei rausgezogen, zum Auswählen. Schaut mal, sie habe alle drei einen schönen großen Mondstein genommen. Den nehmen die Frauen immer, hat Bridget gelacht.

Bevor sie nun endgültig in einen kurzen Erholungs- und Verdauungsschlaf fallen, noch ein ganz zartes Stimmchen: Und was ist mit dem Brexit?

DER BREXIT!!! Nein, der nicht auch noch. Dieses traurige Kapitel heben sie sich für später auf. Die Augen fallen ja schon zu. Sanftes Säuseln, wie leises Schnarchen und es wird ganz, ganz still im Kadampa Meditationszentrum München.


Gras im SonnenlichtGras im Sonnenlicht

LAUNEN EINES KORBFLECHTERS

Der Tod ist der Keil
Der uns von Buddha fern hält
Der Schlaf ist der Keil
Der uns von Wachsamkeit fern hält
Unsere Träume sind der Keil
Der uns vom Leben fern hält

Vor jenen drei Toren stehen wir
Eins öffnet das andere
Geleitet uns durch
Wo keins mehr ist

***

Ich habe meine Zukunft in die Vergangenheit verwandelt
So ist die Vergangenheit nicht länger hinter mir
Sondern entfaltet sich in der Gegenwart
Vor meinen Augen

Es gibt nichts Neues und auch nichts Altes

***

Leiden ist ohne Ich
Hat keinen Namen
Keine Herkunft
Keine Heimat

Leiden ist ohne Geschlecht
Ohne Alter

Leiden ist zeitlos
Und gedeiht dennoch in der Zeit
So lange Geburt und Tod
In ewigem Austausch verweilen

Leiden kennt niemanden
Nur das Ich

***

Unter der Glocke der Unwissenheit
Leben wir wie ein Küken in der Schale
Nicht mal der Tod
Wird uns aus der Höhle des Tiefschlafs
Zum Erwecken erschrecken

Dem Leben fern
Unsere Geburt dem Tode gleich
Nicht Nähe noch Ferne spüren wir
Nicht Wälder noch Lichtung sehen wir
Nicht Flüsse noch Richtung erkennen wir

Wolke und Regen berühren uns nicht mehr
Äonenlang sterben wir
Träumen den großen Traum im Leben

Die Glocke muss von innen
In großem schallendem Lachen
In tausend Stücke gesprengt
Vor Schmerz und Freude erwachen

***

Geboren ist niemand
Gestorben ist niemand
Es träumt nur jemand

***

Irgendwann einmal
Müssen wir alle unsere zukünftigen Existenzen
In nur einem sinnvollen Leben beenden
Warum nicht jetzt?

***

Zerstreuung Vergnügen Unterhaltung
Gassen unserer weltlichen Dreifaltigkeit
Sollten wir in wunscherfüllende Wurzeln verwandeln
Die sich unter der Erde
In Weite verästeln
In Rinnsalen zerfließen
In Tiefe einkrallen
Und den Stamm unserer Lebensweisheit
Mit fließender Windkraft
Nähren und aufrechthalten

***

Einem Verlorenen bist du Stern am Firmament
Einem Verrückten bist du Tanzpartner
Einem Gefallenen bist du der volle Mond in der Pfütze
Einem Stolzen bist du Spiegel
Einem Bedrückten bist du Sonne bei Nacht
Einem Ertrinkenden bist du Haken Köder und Angler
Einem Gasthörer bist du ferne Hoffnung

Einem Suchenden bist du Horizont
Einem Schüler bist du Augenöffner
Einem Aufrichtigen bist du Wegweiser
Einem Therapeuten bist du Licht auf dem Heimweg
Einen Mutigen forderst du zum Duell
Das er verlieren muss um zu gewinnen

Deiner Gefährtin hoffentlich –
Bleibst du du selbst

***

Gras im SonnenlichtGras im Sonnenlicht

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