MEDITATION IN MÜNCHEN

Zentrum für modernen Buddhismus

Leseprobe ÜMA Newsletter Januar 2015

Liebe ÜMA Freunde!

Wir haben uns riesig über Geshe-las Weihnachts- und Neujahrswünsche gefreut und möchten sie an euch weitergeben.

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Wir freuen uns auch, euch alle im neuen Jahr gesund und glücklich im Üma wiederzusehen und gemeinsam unsere glückselige Reise fortzusetzen.

Euer ÜMA Team


Alle ÜMA Termine im Januar auf einen Blick

Retreats & Kompaktkurse:

SteineDonnerstag 01.01. – Montag 05.01.
Konzentration in der Stille

Nun ernten wir, was wir in den letzten acht Wochen seit der Einführung in den Konzentrationskurs gesät haben. Deshalb sind diese fünf Tage des strikten Schweigeretreats nur für die Übenden gedacht, die den ganzen Kurs mitgemacht haben und es ist nicht möglich, nur an einzelnen Tagen oder Sitzungen teilzunehmen.

Falls du die Chance verpasst hast – mach dir keine Sorgen. Das Üma Zentrum bietet diese ganz besondere Gelegenheit uns in Konzentration zu schulen, um später wirklich das ruhige Verweilen zu erlangen, im Herbst 2015 wieder an.


MeditationSonntag 18.01.
von 14:30 – 18:30 Uhr

Kompaktkurs Meditieren lernen

25 €
mit Zentrumskarte frei


Vajrayogini (2)Sonntag 25.01.
10 – 19 Uhr

Vajrayogini Retreat Der glückselige Pfad

An diesem Sonntag haben wir die Möglichkeit, unsere Erfahrungen in den Meditationen zur Selbsterzeugung von Vajrayogini zu vertiefen. Wir üben die kurze und kraftvolle Sadhana Der glückselige Pfad. Und weil es Herukas Tag ist, ist die letzte Sitzung mit Tsog Darbringung.

Alle, die eine Ermächtigung ins Höchste Yoga Tantra erhalten haben, sind herzlich willkommen!


Meditation 1Neu!
Kompaktkurs  am Mittwoch Meditieren lernen
21.01. Teil 1

28.01. Teil 2

jeweils von 19:00 – 21:15 Uhr
mit Zentrumslehrer Holger Hetzel

Dieser Kompaktkurs findet an zwei aufeinanderfolgenden Mittwochabenden statt. Am ersten Abend lernen wir die Grundlagen der Meditation kennen. Danach können wir eine Woche lang das Erlernte im Alltag anwenden. Am zweiten Abend können wir die Hindernisse klären, die bei der Übung aufgetreten sind, und unser Verständnis der Meditation vertiefen. Auf diese Weise ist der Kurs eine optimale Gelegenheit, unseren Start in eine eigene Meditationspraxis zu finden!


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Fortlaufendes ÜMA Programm:

 

Dienstag & Donnerstag
Kadampa Meditation kennenlernen

von 18-19 Uhr
mit Holger Hetzel
kostenfrei


Dienstag
Moderner Buddhismus.
Glück aus einer anderen Quelle.

19:30 – 21 Uhr
7 €
mit Zentrumskarte frei


Mittwoch
Mittagsmeditation

Meditieren lernen. Inneren Frieden entdecken.

12:00 – 12:45 Uhr
4 €
mit Zentrumskarte frei


Donnerstag
Offener Meditationsabend

Atem. Konzentration. Innerer Friede.

19:30 – 20:45 Uhr
6 €
mit Zentrumskarte frei


Samstag
Studienprogramm

Wie wir den Geist verstehen

mit Holger Hetzel
Samstag von 10-12 und 13-15 Uhr


Kommt einfach zum Schnuppern vorbei.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Weitere Informationen findet ihr auf unserer Webseite.
Oder ihr bestellt einfach den ÜMA Newsletter. Da steht noch viel mehr drin.


Und nun noch eine Auswahl an Geschichten und Gedichten:

Aus dem Leben der Kadampas

Zwei Münchnerinnen in Hongkong und ihre Erlebnisse mit Reiseführern.

In Hongkong waren wir anfangs mit einem gewöhnlichen Reiseführer unterwegs. Um es gleich vorweg zu sagen: Kaum einer unterscheidet sich vom anderen. Alle sind irgendwie gleich, so als ob die Herausgeber nur voneinander abschreiben würden, um Zeit und Geld zu sparen.

Die „Highlights “ klingen meistens so: Hongkong. Eine Metropole. Voll. Laut. Lecker. Lustig. Und Yam Cha – womit Tee trinken gemeint ist (klingt halt besser) – damit möchte man sich wahrscheinlich von den anderen Reiseführern abheben, was aber nur mäßig bis gar nicht gelingt. Dann werden Rubriken wie Best of, Events, Feste, Übernachtungen, Sprachführer und schließlich die berühmten Insider Tipps dem exklusiven Lesepublikum serviert. Wobei man sicher sein kann, dass diese keine Tipps für Insider mehr sind, wenn sie erstmal millionenfach in den Büchern „verraten“ werden. Und natürlich darf am Ende der altbewährte Faltplan nicht fehlen. Dieser erstreckt sich allerdings voll entfaltet über eine Fläche von mindestens zwei Sitzplätzen. Und dass dies insbesondere in Hongkong ein Fehlkauf ist, merkt man spätestens, wenn man ihn zum Einsatz bringen will. Denn in Hongkong gibt es vieles, nur keinen Platz. Schon gar nicht für Straßenkarten im XXL Format.
Hongkong 12   Hongkong 11
So hakten wir Hongkong ganz schnell ab und vertrauten uns einem anderen Reiseführer an, dem Dharma. Und unser Vertrauen wurde nicht enttäuscht. Unsere „Guides“ waren bei der Ermächtigung des Höchsten Yoga Tantra in Hongkong Gen-la Kelsang Khyenrab und Gen Kelsang Tonglam.
Gen-la Khyenrab  Gen Tonglam
Was für eine Wohltat war es, nach dem geschäftigen Treiben im trostlosen Hongkong und seinem Betondschungel endlich eine Oase gefunden zu haben in der man wirklich auftanken konnte. Diese beiden Lehrer gaben uns die seltenen und außerordentlichen Unterweisungen, Ermächtigungen und Segnungen mit auf unseren oft schwierigen Weg in Samsara und dadurch die kostbare Gelegenheit unser Endziel, die Erleuchtung, rasch zu erlangen. Am Ende unserer Reise wussten wir ganz sicher, es gibt keinen besseren und zuverlässigeren Reiseführer als Kadamdharma. Gegen keinen anderen Ratgeber auf dieser Welt möchten wir ihn jemals eintauschen.

Ganz am Ende fanden wir aber dann doch noch ein schönes Ziel in Hongkong bzw. Lantau: Den größten Bronzebuddha der Welt. Majestätisch sitzt in den Bergen oberhalb von Hongkong. Von dort blickt er auf die samsarischen Wesen und ihre Leiden. Wenn man ihn von weitem sieht, kann man es kaum glauben. So riesig ist er.

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Doch ist man ihm dann ganz nah, dann wirkt er trotz seiner enormen Größe genauso, wie man es sich wünscht: Eine Ausstrahlung von Ruhe, Mitgefühl und gaaanz viel Weisheit. Eben ein Erleuchteter!

Petra


Unsere ÜMA Mäuse

Konzentration – sonst nix!

Maus       Maus      Maus        Maus

Die Zeit ist vergangen wie im Flug. Acht Wochen der Übung in Konzentration sind fast vorbei. Jetzt warten unsere Mäuse sehnsüchtig auf den Abschlusskurs Anfang Januar. Nicht etwa, weil sie dann endlich aufhören können mit ihren täglichen Übungen in Konzentration. Ist ja eh klar, dass sie weitermachen.

Nein, sie brennen förmlich darauf, weil Holger versprochen hat: Da wird geerntet! Und diese Ernte, die wollen sie einfahren.

Immer wieder sitzen sie in der Runde. Sich mit Sangha auszutauschen ist ungemein hilfreich, aufschlussreich und unterstützend. Jede hatte ihre Hochs und Tiefs, aber zum Glück zu unterschiedlichen Zeiten. So konnten sie sich gegenseitig raufholen, das heißt ermutigen oder runterholen, das heißt erden.
Außerdem hatten sie aus eigener Erfahrung wertvolle Tipps parat, wie man am besten mit den Hindernissen der Konzentration umgeht, als da wären: Faulheit, Vergesslichkeit, geistige Erregung, geistiges Sinken und so weiter.

Einmal kommt die Freundin aus der Glockenbachwerkstatt, die die sich auf den Atem konzentriert und noch nicht so viel Übung hat, todunglücklich ins Üma. Sie sitzen in der Runde. Alles ist ganz friedlich. Unsere Mäuse sind glückselig.

Da platzt der Freundin unverhofft der Kragen: Ich glaube, ich hör auf. Diese ganzen Hindernisse und diese ganzen Gegenmittel gegen diese Hindernisse. Mir ist das alles viel zu anstrengend und zu kopflastig. Die Mäuse sind von diesem plötzlichen Ausbruch etwas überrascht. Aber nur etwas, denn dieses Gefühl kennen sie ja alle.

Das kenn ich, seufzt die Erste.
Kein Problem, meint die Zweite.
Das geht vorbei, tröstet die Dritte.

Doch die Freundin ist nicht zu bremsen: Ich denke immer, ich sollte mich fühlen wie ein Kind, versunken in sein Spiel. Also, dieses Gefühl stellt sich bei mir überhaupt nicht ein. Mal muss ich auf dies achten, mal auf das. Dann hier drehen, dann dort. Ich komme überhaupt nicht zur Ruhe. Von spielerisch kann keine Rede sein.

Halt! Halt! Halt! rufen die Mäuse. Nun beruhige dich erst einmal. Und hör einfach zu. Das spielende Kind ist doch ein wunderbares Bild. Wunderbar? Was ist wunderbar, empört sich die Freundin. Ein Kind, das spielt, denkt nicht an tausend Regeln. Es spielt einfach.

Jetzt schließ einmal die Augen, sagt die zweite Maus. Und stell dir vor: Da ist ein Kind, das spielt mit Bauklötzen und baut einen Turm. Es baut und baut und der Turm fällt um. Es lacht und baut erneut. Es lernt. Es baut nicht einfach wild drauflos. Es überlegt und nimmt den größten Klotz für ganz unten, dann kommen der Reihe nach die kleineren und oben drauf die kleinsten. Es freut sich, wenn der Turm immer etwas höher wird. Es baut ganz vorsichtig. Es weiß, dass es immer wackeliger wird, je höher der Turm wird. Es versucht irgendwie eine ganz feine Linie zu finden, so wie ein Rückgrat, damit nichts umkippt. Es vergisst alles um sich herum. Und es beginnt immer wieder von vorn, wenn der Turm umfällt. Es verliert nie die Freude an seinem Tun und ist ganz versunken darin. So sollten wir uns in mit unserem Meditationsobjekt in Konzentration üben.

Die Freundin ist ruhig geworden. Sie lässt das Bild auf sich wirken. Nach einer Weile lächelt sie, atmet tief durch und öffnet die Augen. Ich hab’s kapiert, sagt sie. Mein Problem ist nicht die Übung. Mein Problem ist, dass ich zu perfektionistisch bin. Und zu ungeduldig. Und zu viel erwarte. Das macht den Stress. Das ist so anstrengend. Nicht Dharma ist kopflastig, ich bin es.

Die Mäuse schmunzeln. Wie gut sie das alles kennen. Und wie gut, dass sie selbst schon oft genug gegrübelt haben. Deshalb konnten sie jetzt helfen. Großes Aufatmen. Die Freundin macht weiter. Und sie wird versuchen, etwas spielerischer zu sein.

Wie wundervoll entspannend ist diese Einsicht. Deshalb setzen sich jetzt alle voller Freude auf ihr Kissen. Sinken in die Leerheit. Öffnen ihr Herz des Mitgefühls. Träumen sich ins Reine Land. Fließen mit dem Atem und genießen den inneren Frieden.

So ist es. Darum ist es jetzt zu Zeiten so still im Üma. Wundert euch also nicht, wenn ihr mal vorbeikommt. Und wenn ihr in diesem Jahr den Konzentrationskurs verpasst habt, dann freut euch einfach mit den Mäusen und nehmt euch vor, im nächsten November die Zeit dafür irgendwie „freizuschaufeln“.


Gras im SonnenlichtGras im SonnenlichtGras im Sonnenlicht

Launen eines Korbflechters

Trügerisch schön
Blind für die Zeit
Und für seinen Nächsten
Aufgespießt am Gipfel
Verblutet ohne Wärme
Unser kleiner Geist

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***

Grüne Blätter flüstern im Frühlingswind
Knospen reifen zu feuchten Lippen
Wurzeln räkeln sich
Stimmen neu die Erde um
Schmetterlinge nähren sich vom Frühlingsduft
Augen und Ohren kreisen im Bann der Jahreszeiten

.

***

Im Ozean dieser Welt
Bist du meine Insel
Im Ozean dieses Lebens
Bist du meine Welt
In den Wolken sehe ich dein helles Anltlitz schimmern
Hier in der Welt
Höre ich die Stimme der atmenden Erde
Ich höre dich rieche dich und folge ihr
In den Wolken
Sehe ich dein Lächeln sich ausbreiten
Sie tanzen sich schattenlos frei

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***

Wo keine Insel zu sehen ist
Finde ich eine Zuflucht
Wo nur Leiden zu sehen ist
Erahne ich das andere Ufer
Wo keine Buddhas zu sehen sind
Spüre ich die Schwere – die Freude ihrer Blicke
Wo nur Rezitation zu hören ist
Öffnen sich mir tausend Fenster
Wo nur Widerspruch zu finden ist
Wende ich die Not in Weisheit um

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***

 

Gras im SonnenlichtGras im SonnenlichtGras im Sonnenlicht

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